2. Bundesliga

SV Darmstadt 98 bejubelt "wichtigen Sieg" in Richtung Klassenerhalt

Lilien feiern dank effizienter Vorstellung Erfolg über den HSV

Darmstadt bejubelt "wichtigen Sieg" in Richtung Klassenerhalt

Erich Berko stand die Freude über den Sieg gegen den HSV ins Gesicht geschrieben.

Erich Berko stand die Freude über den Sieg gegen den HSV ins Gesicht geschrieben. imago images

Nur 32 Prozent Ballbesitz, 16 zu 23 Torschüsse. Darmstadt 98 hat beim Hamburger SV rein statistisch gesehen nicht so überzeugt wie die Norddeutschen. Doch am Ende sprang ein Auswärtssieg heraus - und der war nicht unverdient. Die Hessen setzten sich aufgrund ihrer Kaltschnäuzigkeit vorne und ihrer kompaktstehenden Ketten hinten durch.

Der Matchplan geht voll auf

"Das war unser Matchplan", äußerte sich Erich Berko, Torschütze zum 1:0, gegenüber "Sky". "Wir wollten über die Flügel Tempo machen und auch in der Umschaltbewegung versuchen, unser Glück zu finden."

2. Bundesliga - 28. Spieltag
SV Darmstadt 98 - Vereinsdaten
SV Darmstadt 98

Gründungsdatum

22.05.1898

Vereinsfarben

Blau-Weiß

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum VfL Bochum
54
2
Hamburger SV Hamburger SV
50
3
SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth
50

Sein Treffer zum 1:0 fiel übrigens nach genau so einer Umschaltsituation, als Torhüter Marcel Schuhen nach einer verpassten Chance des Hamburger Torjägers Simon Terodde das Spiel schnell machte und Joker Marcel Honsak nach einem Fehler von Manuel Wintzheimer auf dem linken Flügel auf und davon lief. Berko musste kurz nach Wiederanpfiff nur noch einschieben und meinte: "Das war kein Zufall." Denn: Torhüter 'Schuh' habe "einen sehr guten Fuß".

Dursun lobt die kämpferische Leistung - und trifft immer weiter

Auch der zweite Punkt im Matchplan, Nadelstiche zu setzen, funktionierte beim Team von Trainer Markus Anfang gut. Das zwischenzeitliche 2:0 durch Serdar Dursun, der mit seinem 17. Saisontreffer (acht davon in der Rückrunde) eine Marke erreichte, die bei den Lilien letztmals 1986/87 ein gewisser Bruno Labbadia erreicht hatte, fiel zwar eher zufällig (Dursun: "Ich habe einfach auf einen Abpraller spekuliert"), doch der gebürtige Hamburger sprach auch von erzwungenem Glück.

"Wenn du in Hamburg nicht fightest und alles raushaust, bestehst du hier nicht" gab Dursun zu Protokoll - zum Glück habe sein Team genau das aber getan. Denn: "Ein Tor reicht hier nicht zum Sieg", so der Stürmer. "Du musst wirklich mit zwei Toren Unterschied führen - und das über die Zeit bringen."

Am Ende gelang es den Südhessen, die seit November 1981 (!) nicht mehr beim HSV verloren haben, als erstes Team seit dem Abstieg der Hanseaten, zweimal im Volksparkstadion zu gewinnen (zuletzt 2018/19 mit 3:2). Dafür reichten zwei Treffer. Die Torschützen zum letztlich umkämpften, aber nicht unverdienten 2:1-Erfolg sprachen von angesichts nun neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone von einem "wichtigen Sieg" gegen laut Berko starke Hamburger. Einen Unterschied habe es aber gegeben: "Wir haben gnadenlos zugeschlagen."

mje

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