
Hofft auf seinen Einsatz gegen den Ex-Klub FC Bayern: Herthas Mitchell Weiser. imago
Pal Dardai gab am Montag nach dem Auslaufen, bei dem Abwehrchef Sebastian Langkamp aufgrund von Rückenproblemen fehlte, nochmal die Losung aus für das Aufeinandertreffen mit dem Branchenprimus. "Wir gehen als stolze Herthaner nach München", sagt der Hertha-Trainer, "und wir wollen am Ende des Spiel auch stolz sein auf unsere Arbeit."
Dass diese dann mit einem zählbaren Erfolg gekrönt ist, wäre für Dardai wünschenswert, aber nicht das alleinige Bemessungskriterium für seine Beurteilung der Leistung. Schließlich kennt der 39-Jährige die Ausgangslage. "Bayern ist eine der besten Mannschaften der Welt", sagt er. Dardai fährt dennoch "mit guter Laune" und mit Zuversicht nach München, weil: "Mit 23 Punkten müssen wir uns nicht verstecken."
Mit 23 Punkten müssen wir uns nicht verstecken.
Hertha-Trainer Pal Dardai
Gleichwohl weiß er, dass er die von ihm bevorzugte Spielweise - mit Ballbesitz und nach vorne orientiertem Mittelfeldpressing – ein wenig modifizieren muss. "Wenn eine Mannschaft so dominant ist, wie die Bayern, dann ist man irgendwann sehr müde von dieser Arbeit", betont Dardai. Am Montagmorgen hat er sich mit Co-Trainer Rainer Widmayer besprochen, mit welcher Strategie man dem Starensemble von Pep Guardiola beikommen könnte. Nach dem freien Dienstag sollen die Spieler ab Mittwoch, wenn Dardai um 14.30 Uhr wieder zum Training bittet, in seine Pläne eingeweiht werden.
Hoffnungsschimmer bei Weiser
Ob der Hertha-Coach bei seinen Planspielen auf Mitchell Weiser bauen kann, ist nach wie vor sehr fraglich. Dardai äußerte am Montag die leise Hoffnung, dass der in den vergangenen Wochen stark auftrumpfende Neuzugang von Bayern München trotz eines Teilabriss des vorderen Außenbandes im linken Sprunggelenk gegen seinen Ex-Klub vielleicht doch zur Verfügung steht.
Allerdings will der Coach kein überhöhtes Risiko eingehen. "Wir werden ihn nicht kaputt machen", sagt Dardai. Weiser hatte zuvor schon wochenlang mit einem gebrochen kleinen Zeh gespielt, "es ist sehr gefährlich, wenn man immer mit einer Fehlbelastung und Schmerzen spielt".
Schmerzfrei ist dagegen Vedad Ibisevic. Der bosnische Angreifer steht nach abgesessener Rotsperre wieder bereit, ob er in München spielen darf, ist indes offen. "Wir werden die Woche beobachten", sagt Dardai. Allerdings sei Herta auch ohne Ibisevic erfolgreich gewesen, so der Coach. "Das hat auch etwas mit Pädagogik zu tun, mit Mannschaft und Teamgeist."
























