Bundesliga

Dardai: "Du kannst defensiv der Herr sein"

Berlin: Lob für Innenverteidiger-Duo

Dardai: "Du kannst defensiv der Herr sein"

Schlug den Bayern ein Schnippchen: Pal Dardai.

Schlug den Bayern ein Schnippchen: Pal Dardai. imago

"Es war sicherlich kein einfaches Spiel", gab Bayern Münchens David Alaba nach Abpfiff bei "Sky" zu und erklärt auch warum. "Der Gegner war sehr unangenehm, sie haben defensiv sehr gut gestanden und die Räume sehr eng gemacht", fasste der Österreicher zusammen und monierte zugleich fehlende Effizienz vor dem Tor: "Wenn du das Spiel gewinnen willst, dann musst du auch die Chancen machen. Das ist uns heute leider nicht gelungen."

Große Zufriedenheit herrschte indes bei den Gästen aus der Hauptstadt, die Davie Selke zufolge unbedingt eine "Reaktion für das miserable Spiel" beim 0:2 gegen Mainz in der Vorwoche zeigen wollte. Der Schlüssel zum Erfolg war dabei zweifellos die Abwehrleistung. "Wir haben ein gutes Konzept mitbekommen, und das ist aufgegangen", sagte Selke und ergänzte: "Wenn du bei den Bayern einen Punkt mitnimmst, dann ist das überragend."

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Dardais differenzierte Analyse

"Mehr war nicht drin. Wir müssen sehr, sehr zufrieden sein", stellte Herthas Coach Pal Dardai fest. Der Ungar lobte insbesondere die eigene Abwehrleistung. "Wir haben defensiv das sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte der 41-Jährige, ohne dabei zu verschweigen, dass seine Elf auch die nötige Portion Glück hatte. "Wir haben den Bayern auch zwei- oder dreimal Räume gegeben. Und da hat es gebrannt."

Umso mehr solcher Spiele sie bestreiten, desto besser werden sie.

Pal Dardai über Jordan Torunarigha und Niklas Stark

Die Leistung nach dem Seitenwechsel stimmte ihn aber wiederum positiv. "In der zweiten Halbzeit war alles unter Kontrolle. Im Fußball kannst du auch defensiv der Herr sein, indem du den Gegner lenkst. Heute haben wir das getan. Die unangenehmere Mannschaft war Hertha BSC." Für Dardai ist das auch die "einzige Methode", um in München etwas zu reißen.

Berliner Innenverteidiger im Fokus

Einen gehörigen Anteil daran hatte auch das junge Innenverteidiger-Duo Jordan Torunarigha (20) und Niklas Stark (22). "Beide haben großartig gekämpft", verteilte Dardai dann auch ein entsprechendes Lob, schränkte aber zugleich auch ein: "Es gab auch genug Stellungsfehler und Dinge, die man verbessern muss." Dennoch hob der Coach die große Bedeutung solcher Duelle für die Jung-Profis hervor: "Bei solchen Spielen lernen sie. Umso mehr solcher Spiele sie bestreiten, desto besser werden sie. Wenn sie dann irgendwann Erfahrung haben, dann hat man zwei Top-Innenverteidiger."

Unzufrieden war Dardai aber mit der Offensive, so bemängelte er eine suboptimale Ausführung der eigenen Kontergelegenheiten und die Tatsache, dass "wir unsere Standards zu leichtfertig vergeben" haben. Entsprechend unglücklich war Dardai mit dem, was dabei heraussprang: "Irgendwie war schon irgendwas, aber keine richtige Torchance."

drm

Bilder zur Partie Bayern München - Hertha BSC