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WM 2022: Platzt bei Kamada gegen Spanien endlich der Knoten?

Samurai Blue vor Endspiel gegen Spanien

"Dann werde ich mir Gedanken machen müssen" - Kamada ist sich selbst ein Rätsel

Bislang hinter den Erwartungen: Daichi Kamada.

Bislang hinter den Erwartungen: Daichi Kamada. picture alliance / Hasan Bratic

21 Pflichtspiele, 13 Tore, fünf Assists: Kein Zweifel, im Trikot von Eintracht Frankfurt ist Kamada auch in dieser Saison ein Topspieler und ein Garant für den sportlichen Höhenflug der Hessen. In den zwei WM-Spielen bisher konnte Kamada aber nicht an die am Main gezeigten Leistungen anknüpfen. Kein Tor, keine Torbeteiligung, eine kicker-Durchschnittsnote von 3,75: Kamada blieb in Katar  bisher deutlich hinter den Erwartungen. Auch den eigenen.

Kamada: "Ich verstehe nicht, wie ich in den letzten beiden Spielen gespielt habe"

"Ich verstehe nicht, wie ich in den letzten beiden Spielen gespielt habe", sagt der 26-Jährige. Er habe lange darüber gegrübelt - und "ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Ich hatte so viele einfache Fehler, dass ich es nicht glauben konnte." Ganz Japan hofft nun darauf, dass bei einem der Schlüsselspieler des Frankfurter Europa-League-Coups im alles entscheidenden Gruppenspiel am Donnerstagabend (20 Uhr, MEZ) gegen Spanien der Knoten platzt. "Ich werde das nächste Spiel abwarten", kündigte Kamada an. Sollte er aber erneut unter seinen Möglichkeiten bleiben, "werde ich mir Gedanken machen müssen".

Dabei wäre ein Kamada in Topform bitter nötig, ist die Aufgabe gegen Spanien doch alles andere als einfach. Nur ein Sieg bringt die Samurai Blue sicher ins Achtelfinale, bei einem Remis wären sie vom Resultat der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica abhängig, eine Niederlage würde das definitive Aus bedeuten. "Wir stehen unter großem Druck, aber wir müssen an uns glauben", sagte Nationalcoach Hajime Moriyasu am Mittwoch bei der Pressekonferenz.

Moriyasu dürfte gegen Spanien wieder zur Deutschland-Aufstellung zurückkehren

"Jeder von uns muss besser spielen als am Sonntag", forderte Moriyasu von seinen Spielern. Durch das 0:1 gegen Costa Rica hat Japan seine eigentlich glänzende Ausgangsposition nach dem 2:1-Paukenschlag zum Auftakt gegen Deutschland fast schon kläglich aus der Hand gegeben. Erwartet wird, dass Moriyasu, der gegen die Mittelamerikaner rotierte, wieder zu seiner Aufstellung vom Deutschland-Spiel zurückkehren wird. Allerdings hat die Winter-WM bereits Spuren hinterlassen: "Manche sind müde nach zwei Spielen", sagt Moriyasu, der aber auch Optimismus verbreitet: "Wir haben ein gutes Team, wir sind bereit für Spanien."

jer

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