Bundesliga

Rekord-Umsatz: VfL Bochum schreibt erneut schwarze Zahlen

Geplanter Verlust im laufenden Jahr

Dank Rekord-Umsatz: VfL Bochum schreibt erneut schwarze Zahlen

Den Mitgliedern des VfL Bochum wurden positive Zahlen präsentiert.

Den Mitgliedern des VfL Bochum wurden positive Zahlen präsentiert. IMAGO/RHR-Foto

Der VfL Bochum blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend konnte der Bundesligist seinen 1035 anwesenden Mitgliedern einen Rekord-Umsatz präsentieren. 86,8 Millionen Euro setzten die Bochumer um - so viel wie nie zuvor.

Die Ausgaben beliefen sich auf 78,7 Millionen Euro, wodurch der durch die ausgegliederte KGaA erwirtschaftete Gewinn im Geschäftsjahr 2022/23 8,1 Millionen Euro beträgt. Im Vorjahr erzielte der VfL einen Gewinn von 5,9 Millionen Euro. Das positive Eigenkapital wuchs somit auf 8,5 Millionen Euro an.

Pokal-Erfolg und Transfererlöse

Ein Großteil des Gewinns sei auf zwei Ursachen zurückzuführen. Zum einen sorgte der Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals für erhöhte Einnahmen. Zum anderen habe man 16,5 Millionen Euro durch Transfererlöse erzielt. Die beiden Verteidiger-Eigengewächse Armel Bella-Kotchap und Maxim Leitsch wechselten im Sommer 2022 für Millionensummen zum FC Southampton bzw. 1. FSV Mainz 05.

Die Transfererlöse sind es nun auch, die die Verantwortlichen in Bochum auf eine schwächere Bilanz im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 vorausblicken lassen. Im zurückliegenden Sommer erwirtschafteten die Bochumer keine vergleichbaren Transfererlöse, während man gleichzeitig den Lizenzspieleretat um knapp ein Viertel auf 41 Millionen Euro erhöhte.

"Kontrolliert" ins Verlustjahr

Um die "Lücke" zur Konkurrenz zu schließen und die Chance auf den Klassenerhalt zu erhöhen, habe man sich bewusst zu diesem Schritt und einem Minus entschieden. "Diese kontrollierte Offensive ist aufgrund des Überschusses in den vergangenen beiden Jahren möglich", sagte Bochums Geschäftsführer Ilja Kaenzig am Dienstag.

Die Verbindlichkeiten des VfL sollen zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 von 9,1 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro sinken. Der VfL ist zuversichtlich, das Ziel, bis 2030 schuldenfrei zu sein, einzuhalten.

kmx

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