Bundesliga

Eintracht Frankfurt lockt Mario Götze von PSV Eindhoven

Für rund vier Millionen Euro darf der Weltmeister gehen

Dank Ausstiegsklausel nach Frankfurt? Eintracht lockt Götze

Bald zurück in der Bundesliga: Mario Götze könnte Eindhoven verlassen.

Bald zurück in der Bundesliga: Mario Götze könnte Eindhoven verlassen. IMAGO/Pro Shots

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche tüftelt weiter auf Hochtouren an dem Kader, mit dem die Frankfurter erstmals in der Vereinsgeschichte in der Champions League starten wird. Eine tragende Rolle könnte dabei Mario Götze übernehmen. Nach kicker-Erkenntnissen befinden sich beide Parteien in Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit. Zunächst hatte die "Bild" am Freitag davon berichtet.

Dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von rund vier Millionen Euro wäre der 30-Jährige trotz eines gültigen Vertrags bei PSV bis 2024 verhältnismäßig günstig zu bekommen - gehaltstechnisch müssten die Hessen aber tiefer in die Tasche greifen. Götze würde zu den Top-Verdienern gehören. Der größte Konkurrent für den Bundesligisten dürfte dem Vernehmen nach aktuell Benfica Lissabon sein. Dort würde Götze weiter mit seinem bisherigen Trainer Roger Schmidt zusammenarbeiten können. Seit klar war, dass der 55-jährige Coach Eindhoven nach zwei Jahren verlassen wird, vermehrten sich auch die Hinweise auf einen Abschied Götzes.

Es wird spekuliert, dass Götze zum Trainingsauftakt schon nicht mehr dabei ist

Das große Plus der Eintracht im Vergleich zu den Portugiesen ist die sichere Teilnahme an der Königsklasse, Benfica muss als Tabellendritter der vergangenen Saison noch durch die Qualifikation. Sportlich weniger interessant, dafür aus finanziellen Gründen verlockender wäre ein Wechsel in die MLS zu Inter Miami. Nach kicker-Informationen buhlt das Franchise aus Florida um Miteigentümer David Beckham ebenfalls um den Siegtorschützen aus dem WM-Finale von 2014.

Am kommenden Montag startet die PSV Eindhoven in die Vorbereitung auf die neue Saison. Im Umfeld des Klubs wird bereits spekuliert, dass Götze schon da nicht mehr mit dabei ist.

Dass der 63-malige Nationalspieler in diesem Sommer auf dem Weltmarkt begehrt ist, hat er insbesondere seiner Entwicklung in Eindhoven zu verdanken. Meist besetzte Götze im 4-2-3-1-System von Schmidt die Zehnerposition und wusste dort mit einem viel laufintensiveren Spiel als noch früher in der Bundesliga beim BVB und den Bayern zu punkten. Mit vielen vorletzten Pässen in die Tiefe war er häufig erster Initiator für Offensivaktionen beim niederländischen Vizemeister. Insgesamt standen zwölf Tore und elf Vorlagen in 52 nationalen wie internationalen Pflichtspielen der vergangenen Saison zu Buche.

Moritz Kreilinger, Jan Leerkes