Bundesliga

Dahoud und Bynoe-Gittens zurück auf dem Platz

Dortmunder hatten Schulterverletzungen erlitten

Dahoud und Bynoe-Gittens zurück auf dem Platz

Sollen im Januar wieder angreifen: Die beiden Dortmunder Mahmoud Dahoud (l.) und Jamie Bynoe Gittens.

Sollen im Januar wieder angreifen: Die beiden Dortmunder Mahmoud Dahoud (l.) und Jamie Bynoe Gittens. imago images

Es sind schöne Bilder aus Dortmund-Brackel: Mahmoud Dahoud, der in Zeitlupe und mit Synthie-Musik unterlegt auf die Kamera zujoggt, als sei er der Protagonist in einem amerikanischen Box-Film aus den 80er-Jahren; Jamie Bynoe Gittens, der sich mit einem Fitnesstrainer Bälle zuspielt oder um Hindernisse läuft - natürlich ebenfalls in Zeitlupe.

Abseits aller fotografischen Ästhetik, vor allem die Botschaft hinter diesen schönen Bildern ist gut. Dahoud und Bynoe-Gittens sind in ihrer Reha nach schweren Schulter-Verletzungen und folgenden Operationen einen Schritt weiter und trainieren in der Heimat bereits wieder auf dem Rasen statt nur in der Reha, Ballarbeit statt Beweglichkeitsübungen. Der deutsche Nationalspieler hatte sich am 3. Spieltag gegen Werder Bremen bei einem harmlos scheinen Zweikampf verletzt und fehlt seitdem. Den britischen Youngster erwischte es kurz darauf im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim in einer ganz ähnlichen Situation. Zuvor hatte der 18-Jährige in der laufenden Saison vier von fünf Bundesligaspielen absolviert und beim 3:1 in Freiburg sein erstes Profitor erzielt. Auch im DFB-Pokal stand er für die Borussia auf dem Platz.

Blick richtet sich nun auf den Wiederanfang im Januar

Die Hoffnung auf ein Comeback schon vor der WM-Pause hatte BVB-Trainer Edin Terzic bereits vor einigen Wochen gedämpft, tatsächlich standen die beiden Leistungsträger der ersten Spieltage nicht mehr mit dem Team auf dem Platz - obwohl sie im fatalen Endspurt mit den Niederlagen in Wolfsburg und Mönchengladbach sicher eine Hilfe gewesen wären. Doch gerade angesichts von Schulter-Verletzungen und der Vorgeschichte beider Spieler, die eine Operation nötig machte, wäre das Risiko zu groß gewesen.

Der Blick richtet sich nun auf den Wiederanfang im Januar, das Trainingslager in Marbella und der Start des neuen Fußalljahrs mit dem Spiel gegen den FC Augsburg am 22. Januar. Die Übersicht und das Spielverständnis von Dahoud auf der Sechs, das Tempo und das unberechenbare Dribbling von Bynoe-Gittens auf den Außenpositionen, fehlte Dortmund in einigen Spielen - gleichwertige Alternativen in englischen Wochen und der Konkurrenzkampf ohnehin.

Patrick Kleinmann

So viel Spielzeit sammeln die Eigengewächse der Bundesligisten - Union Schlusslicht