Bundesliga

Dabbur und die Suche nach der Tiefe bei der TSG Hoffenheim

Breitenreiters Rochade fruchtet nur situativ

Dabbur und die Suche nach der Tiefe

Hoffenheims "Zielspieler" Munas Dabbur im Duell mit Herthas Filip Uremovic.

Hoffenheims "Zielspieler" Munas Dabbur im Duell mit Herthas Filip Uremovic. Getty Images

Fleißige Trainingsleistungen und gute Joker-Auftritte bescheinigte der Trainer dem Mittelstürmer in den vergangenen Wochen. Insofern nachvollziehbar, dass Breitenreiter Munas Dabbur beim 1:1 gegen Hertha BSC am Sonntag von Beginn an brachte. Zumal Georginio Rutter in der Länderspielpause mit Frankreichs U 21 unterwegs war.

"Wir wollten einen zentralen Zielspieler, der sich auch mal auf die Zehn fallen lässt. Er hat das gut gemacht", erläuterte der TSG-Trainer. Allerdings: Der 30-Jährige selbst kam nur selten in "seine" Abschlusspositionen im Strafraum, dort, wo er am stärksten ist, wirklich gefährlich wurde er lediglich einmal (21.).

Rutter ist ein anderer Spielertyp, sucht selbst auch den Sprint nach vorne respektive aus dem Halbraum heraus das Eins-gegen-eins. Die Idee, mit dem körperlich starken Dabbur einen Akteur zu haben, der Bälle besser festmachen und klatschen lassen kann, um dann beispielsweise Christoph Baumgartner, Grischa Prömel oder die beiden Bahnspieler in die Tiefe zu schicken, fruchtete in der Hauptstadt allerdings nur situativ.

Was laut Baumgartner, diesmal als zweite Spitze aufgeboten in einer variablen Grundordnung statt Torschütze Andrej Kramaric, vor allem am in der zweiten Hälfte mangelhaften Positionsspiel lag: "Mit diesen Spielern müssen wir besser von hinten rausspielen." Immer dann, wenn das gelang, strahlten die Kraichgauer auch Gefahr aus. Allein, nach der Pause "waren wir zu unruhig, zu unsauber, zu inaktiv", fand der Österreicher, der nicht zu Unrecht mit der Chancenverwertung vor dem Seitenwechsel haderte und in der 75. Minute selbst das 2:1 auf dem Fuß hatte, aber verzog.

Das Thema Tiefe bleibt

Das war eine dieser Situationen, in der die TSG Tiefe in ihr Spiel bekam, in diesem Fall durch einen guten Laufweg Baumgartners und einen fein getimten Ball des eingewechselten Angelo Stiller. Tiefe, das war schon beim 0:0 gegen den SC Freiburg vor der Länderspielpause ein Thema für Trainer Breitenreiter. Nach dem Remis in Berlin lässt sich sagen: Es wird fürs Erste eines bleiben.

Benni Hofmann

Novoa neu dabei: Die jüngsten Bundesliga-Torschützen pro Klub