Int. Fußball

Corona-Alarm in der Serie A: 14 Fälle im Team des CFC Genua

CFC geht am Wochenende mit 0:6 in Neapel unter

Corona-Alarm in der Serie A: 14 Fälle im Team des CFC Genua

Verantwortlich für das Team des CFC Genua: Rolando Maran.

Verantwortlich für das Team des CFC Genua: Rolando Maran. imago images

Rein sportlich war das Gastspiel in Neapel für den CFC Genua an diesem Sonntag schon ein reines Desaster: Mit 0:6, also einem halben Dutzend an Gegentoren, gingen die Genuesen unter - und leisteten sich teils unglaubliche Patzer.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, die andere dreht sich um die Gesundheit der Mannschaft. Nachdem sich Torhüter Mattia Perin und der dänische Mittelfeldspieler Lasse Schöne bereits im Vorfeld mit dem Coronavirus infiziert und so eine Verschiebung der Partie um mehrere Stunden nach hinten verursacht hatten, wurden am Montagabend weitere zwölf positive Tests beim ligurischen Erstligisten gemeldet. So sind bei Genua insgesamt 14 Coronafälle innerhalb des Teams und des Betreuerteams gelistet - darunter elf Profis, von denen einige gegen die Neapolitaner auf dem Feld gestanden haben sollen.

Noch unklar ist derweil wenig verwunderlich, ob der bei drei Punkten stehende CFC Genua um Coach Rolando Maran an diesem Samstag (18 Uhr) gegen Kellerkind Torino antreten darf.

Samp-Spieler Keita Baldé ebenfalls positiv

Bei Lokalrivale Sampdoria Genua wurde im Übrigen bei Neuzugang Keita Baldé (kommt von der AS Monaco) im Rahmen des Medizinchecks am Montagmorgen ebenfalls eine Coronavirus-Infektion entdeckt.

Serie-A-Klubs beklagen hohe Verluste

Die sämtlichen Teams der Serie A haben derweil wegen der Coronavirus-Pandemie Verluste in Höhe von über 500 Millionen Euro zu beklagen. Die Verluste seien zum Teil auf den fehlenden Verkauf von Eintrittskarten und zum Teil auf den Rückzug von Sponsoren zurückzuführen, berichtete der Geschäftsführer der Liga, Luigi De Siervo, in einem Interview mit "Radio RAI" am Montag. "Dem ganzen System droht der Kollaps. Die Verluste sind enorm. Das wirkt sich nicht nur auf die Serie A aus, sondern auf den ganzen Fußball. Ein Sektor, der tausende Menschen beschäftigt", so De Siervo. Er rief die italienische Regierung auf, mehr Fans zu den Spielen zuzulassen. Mindestens 25 Prozent der Stadionplätze sollten besetzt werden, so die Forderung. "Wir verlangen keine Privilegien, wir wollen aber auch nicht benachteiligt werden. Wir wollen mit Vernunft neu starten." Derzeit dürfen maximal 1000 Fans in den Stadien sein.

mag/sid