2. Bundesliga

Coach Walter erklärt seinen Wutausbruch im Training

HSV möchte noch dominanter auftreten

Coach Walter erklärt seinen Wutausbruch im Training

Lässt dem Schlendrian keinen Raum: HSV-Coach Tim Walter. 

Lässt dem Schlendrian keinen Raum: HSV-Coach Tim Walter.  IMAGO/Michael Schwarz

So nah wie in der letzten Saison war der HSV seit dem Abstieg noch nicht an der ersehnten Rückkehr in die Bundesliga dran. Tim Walter glaubt nicht, dass die verlorene Relegation Spuren hinterlassen hat - im Gegenteil. "Wir haben aus der Situation brutal viel Energie gezogen", erklärte er am Freitagnachmittag in der Pressekonferenz vor der Partie am Sonntag bei Eintracht Braunschweig (13.30 Uhr LIVE! bei kicker).

Energie, die sein Team im Training auch meist auf den Platz gebracht hat in der Vorbereitung. Allerdings nicht am Mittwoch, als Walter der Fokus seiner Spieler gefehlt hat. Seinen Unmut darüber äußerte er klar. "Jeder weiß, dass ich ein Mann klarer Worte bin. Und wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich das den Jungs, weil ich will, dass sie fokussiert sind", erklärt er seine Wut. "An dem Tag waren sie es nicht und ich will nicht, dass der Schlendrian einkehrt."

"Sobald wir in die Kabine gehen, ist dieses Thema wieder erledigt"

Allerdings nahm er seine Spieler gleichermaßen in Schutz und unterstrich, dass er ansonsten sehr zufrieden gewesen sei, die Messlatte liege eben sehr hoch. "Wir wollen weiterkommen und das möchte ich jeden Tag sehen. Ich glaube, das ist völlig menschlich und normal. Sobald wir in die Kabine gehen, ist dieses Thema wieder erledigt. Da geht es mir um die Arbeit auf dem Platz und nicht die Menschen an sich." Ohne sieht er seine Mannschaft grundsätzlich auf einem guten Weg.

Den Druck auf sich nimmt er eher als Ansporn wahr. "Der Druck ist ein Privileg. Nur derjenige, der um etwas kämpft und spielt, darf Druck haben. Mir macht das Freude, in diesem Verein zu arbeiten. Das ist ein Privileg. Deshalb empfinde ich es nicht als Druck sondern eher als Anreiz."

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Kampfansage an die Konkurrenz und Walter über seine Zukunft

Die Voraussetzungen für eine gute Spielzeit sind jedenfalls bestens. "Die Abläufe sind bekannter und eingespielter als letzte Saison. Wir sind auf einem ganz anderen Level in der Vorbereitung und weiter", sagt Walter.  Die Konkurrenz darf das als Kampfansage werten. "Wir nehmen die Herausforderung an, Favorit zu sein. Wir wollen noch dominanter sein."

Zu seiner eigenen Zukunft befragt, hielt Walter den Ball flach. Mehrfach betonte er, wie gut er mit Sportvorstand Jonas Boldt auskommt und verriet: "Es gibt noch ein paar Dinge zu klären. Schauen wir mal, was die Zeit bringt." Die Verträge des Duos laufen bis 2023. Sportdirektor Michael Mutzel wurde - wie vom kicker angekündigt - am Donnerstag von allen Tätigkeiten freigestellt. Sein Vertrag wäre ebenfalls noch bis 2023 gelaufen.

tru