Bundesliga

Club muss 100.000 Euro zahlen

Hohe Geldstrafe nach Pokal-Randale

Club muss 100.000 Euro zahlen

Randale nach dem peinlichen Pokal-Aus: Club-Fans vor dem Fürther Block.

Randale nach dem peinlichen Pokal-Aus: Club-Fans vor dem Fürther Block. picture alliance

Am 20. Dezember vergangenen Jahres hatten gut 100 Anhänger in der Fankurve die Umzäunung überstiegen und sich auf der Tartanbahn versammelt, um in Richtung des Gästeblockes zu laufen.

"Der 1. FC Nürnberg hat das Urteil so akzeptiert und geht nicht in Berufung", kommentierte Martin Bader, Vorstand für Sport und Öffentlichkeitsarbeit beim 1. FC Nürnberg, die Entscheidung des Sportgerichtes auf der Vereins-Website. Der Kontrollausschuss hatte dem Club einen Teilausschluss seiner Fans bei einem Heimspiel angedroht, war aber letztlich der Argumentation des FCN gefolgt.

"Der wirtschaftliche Schaden ist hoch und trifft uns empfindlich. Dennoch war es uns wichtig, einen Ausschluss unserer Fans zu verhindern. Unter Abwägung aller Gesichtspunkte hätte die fehlende Unterstützung unserer Mannschaft durch unsere Fans schwerer gewogen", erklärte Bader weiter.

Club behält sich Weiterreichung der Strafe vor

Der 1. FC Nürnberg behält sich vor, den entstandenen wirtschaftlichen Schaden anteilig an die Täter weiter zu reichen, wenn im Zuge der polizeilichen Ermittlungen Täter identifiziert und strafrechtlich verurteilt werden. Damit würde der Club dem Beispiel anderer Vereine folgen.

Parallel dazu wird der 1. FC Nürnberg mit dem DFB in Kontakt treten, um eine teilweise Spende der Geldstrafe an das Jugendamt Nürnberg zu vereinbaren - der Betrag soll zweckgebunden dem Fan-Projekt Nürnberg zu Gute kommen.

Im Wiederholungsfall drohen Nürnberg härtere Strafen. Der DFB-Kontrollausschuss hat für den Fall eines erneuten gravierenden Vorfalls einen Teilausschluss der Öffentlichkeit, eine Platzsperre oder eine Spielansetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit angedroht.