2. Bundesliga

1.FC Nürnberg: Coach Klauß hadert wieder mit "bitterer Niederlage"

Gegentor-Flut und Sturmflaute - Nürnbergs Negativtrend setzt sich fort

Club-Coach Klauß hadert wieder mit "bitterer Niederlage"

Nürnbergs Trainer Robert Klauß muss gemeinsam mit seinen Spielern den Blick nach unten richten.

Nürnbergs Trainer Robert Klauß muss gemeinsam mit seinen Spielern den Blick nach unten richten. imago images

"Wenn man es mit 'bitterer Niederlage' zusammenfasst, trifft es das ganz gut", wird Nürnbergs Trainer Robert Klauß nach dem 0:2 in Sandhausen auf der vereinseigenen Webseite zitiert. Laut Meinung des Coaches machte sein Team nach einer etwas "mittellosen" ersten Hälfte nach dem Seitenwechsel ein besseres Spiel. "Wir hatten viele gute Chancen", hielt er daher auch fest. Nur: "Man muss auch ein Tor machen", wie der 36-Jährige zugab.

Ein Januar zum Vergessen

Damit sprach er eines von vielen aktuellen Problemen beim FCN an. In den vergangenen beiden Partien gelang den Nürnbergern, die zuvor zumindest gegen Sandhausen in allen zwölf Aufeinandertreffen getroffen hatten, nämlich kein Tor. Zu allem Überfluss mussten die Mittelfranken um Torhüter Christian Mathenia seit Jahreswende bereits 14-mal hinter sich greifen. Zum Vergleich: Nach den ersten 13 Spieltagen waren es nur 17 Gegentreffer gewesen.

Seit dem neuen Jahr allerdings geht es stetig bergab bei den Nürnbergern, die von Rang 7 auf 14 (nur noch zwei Punkte vor den Sandhäusern auf dem Abstiegsrelegationsplatz) abgerutscht sind. Ein weiterer Grund dafür ist die Leichtfertigkeit in der Hintermannschaft.

Wie schon beim späten Gegentor gegen Regensburg, bei dem Siegtorschütze Andreas Albers beim Kopfball zu viel Platz bekommen hatte, sah die Defensive beim ersten Gegentreffer in Sandhausen nicht gut aus. Diesmal hatten erst Mathenia und dann Lukas Mühl nach einer Ecke nicht ausreichend klären können, weswegen Sandhausens Nils Röseler kurz vor der Pause zur Führung einschießen durfte und Club-Coach Klauß von einem "dummen Gegentor nach einem Standard" sprechen musste. Zu allem Überfluss wurde der FCN kurz vor Spielende nach den zahlreichen vergebenen Chancen ausgekontert. Der Ex-Fürther Daniel Keita-Ruel sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

Möller Daehli macht Mut

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Nürnberg vorne effizienter und hinten fehlerfreier spielen muss, um wieder zu punkten und nicht noch weiter abzustürzen. Der gleich beim Startelf-Debüt als Aktivposen agierende Winter-Neuzugang Mats Möller Daehli gab sich selbstbewusst: "Wir müssen weiter kämpfen und so spielen, wie in der zweiten Halbzeit, dann gewinnen wir auch Spiele", ist sich der Norweger sicher. Die Chance darauf hat der FCN im neuen Monat am Samstag in Darmstadt (13 Uhr, LIVE! bei kicker). Schlechter als im Januar kann es immerhin kaum werden.

mje