Champions League

City: Immun gegen PSG-Tritte und heiß aufs Verteidigen

ManCity stellt mehrere Bestmarken auf

City: Immun gegen PSG-Tritte und heiß aufs Verteidigen

Manchester City präsentiert sich in der entscheidenden Saisonphase in Bestform und knackte am Dienstag einige Rekorde.

Manchester City präsentiert sich in der entscheidenden Saisonphase in Bestform und knackte am Dienstag einige Rekorde. Getty Images

Nach dem 2:1-Hinspielerfolg hatten die Chancen ja bereits günstig gestanden für das Team von Trainer Pep Guardiola. Wie seine Elf das Rückspiel dominierte und beinahe problemlos ins Finale marschierte, war in dieser Deutlichkeit dennoch nicht unbedingt zu erwarten. Die Skyblues überzeugten über die gesamte Spieldauer mit taktischer Disziplin, bärenstarker Defensive und zielstrebigem und effizientem Spiel nach vorne - das war bei Guardiolas Teams in den vergangenen Jahren nicht immer so gewesen.

Guardiola: Nach zehn Jahren zurück im Endspiel

Doch jetzt scheint City bereit für den ersten Triumph in der Königsklasse - und Guardiola für seinen ersten Titel seit zehn Jahren. 2011 stand er zum letzten Mal im Finale und gewann mit Barcelona 3:1 gegen Manchester United. "Es ist ein großer Schritt nach vorne für diesen Klub. Ich bin unglaublich stolz", sagte Guardiola nach dem spiel bei "Sky". "Wir stehen einen Schritt vor dem Titelgewinn in der Premier League und haben dann zwei, drei Wochen, um uns aufs Finale zu vorzubereiten."

City läuft in der entscheidenden Saisonphase zur absoluten Höchstform auf. Die Zahlen sprechen für sich: Das 2:0 gegen PSG war der elfte Sieg in der laufenden Königsklassen-Saison sowie der siebte in Folge - Bestwerte für englische Teams. Keeper Ederson blieb zum siebten Mal ohne Gegentor - Bestwert, gleichauf mit Chelseas Edouard Mendy. Gerade die Lust am Verteidigen wurde gegen PSG sichtbar, bei fast jedem Torabschluss der Gäste warf sich mindestens ein City-Spieler in die Schussbahn. "Einen Schuss zu blocken ist fast wie ein Tor für mich", bekräftigte Rechtsverteidiger Kyle Walker.

Mahrez: "Sie haben nach uns getreten"

Ein weiterer Sieggarant war neben der mannschaftlichen Geschlossenheit wieder einmal Riyad Mahrez. Der Offensivspieler, vornehmlich über die rechte Seite unterwegs, traf wie schon im Hinspiel, diesmal sogar doppelt (11., 63.). "Es war ein sehr gutes Spiel. Wir hatten keine sehr gute erste Hälfte, aber wir haben das Tor geschossen. In der zweiten Hälfte hätten noch mehr Tore erzielen können", so Mahrez, der einen weiteren Faktor für den Sieg nannte: "Sie haben die Nerven verloren und angefangen, nach uns zu treten."

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Wie schon im Hinspiel scheiterte PSG eben erneut auch an der eigenen Disziplin. Vor einer Woche hatte Idrissa Gana Gueye nach einem überharten Foulspiel an Ilkay Gündogan die Rote Karte gesehen, diesmal musste Angel di Maria nach einem fiesen Tritt gegen Fernandinho abseits des Spielgeschehens vorzeitig vom Feld (69.).

Hat das lange Warten ein Ende?

So ist City der logische Finalist und träumt vom zweiten europäischen Titel nach dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger 1970. Als City damals mit 2:1 gegen Gornik Zabrze aus Polen gewann, war Guardiola noch nicht einmal geboren. Und der 50-Jährige, der sein achtes Champions-League-Halbfinale bestritt (Rekord), hat beide seiner bisherigen Finals gewonnen (neben 2011 auch 2009, 2:0 mit Barcelona, ebenfalls gegen United). Die Chancen stehen also günstig, dass bald auch der Henkelpott in den Trophäenschrank der Citizens wandert - es wäre nach dem Ligapokal und der bevorstehenden Meisterschaft der dritte Titel in der laufenden Saison.

psz

Bilder zur Partie Manchester City - Paris St. Germain