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Citroën C3 Aircross: Facelift für das City-SUV

Zwei Benziner, zwei Diesel – Marktstart im August – Preise ab 18.790 Euro

Citroën C3 Aircross: Facelift für das City-SUV

Citroën C3 Aircross: Erlaubt vielfältige Personalisierungsmöglichkeiten, beispielsweise durch das farblich abgesetzte Dach.

Citroën C3 Aircross: Erlaubt vielfältige Personalisierungsmöglichkeiten, beispielsweise durch das farblich abgesetzte Dach. Hersteller

Frisch renoviert kommt der Citroën C3 Aircross ab August daher; in der Außenansicht mit dynamischerer Linienführung versehen, und im Innenraum aufgewertet: Hier gibt es komfortablere Sitze, zudem mehr Möglichkeiten zur Personalisierung. Auf 4,16 Metern Länge hat der kompakte Franzose schon bisher eine Menge Platz geboten. Selbst im Fond bringt er vier Erwachsene bequem unter, und mit maximal 520 Litern Kofferraumvolumen ist er absolut reisetauglich.

Spielen mit Farben

Zurück zur Optik: Gründlich überarbeitet wurde die Front, die jetzt durch kantigeres Design und einen neuen Unterfahrschutz robuster wirkt. Geändert hat sich auch die Lichtsignatur, die jetzt dem Markenauftritt angepasst wurde, zusammen mit den schmaleren LED-Scheinwerfern. Der Kunde kann unter sieben Außenfarben und zwei Dachlackierungen (schwarz oder weiß) wählen, dazu lassen sich Color-Pakete ordern, darunter künftig zwei mit farbigen Außenspiegeln. Auch durch vier neu zur Wahl stehende, ausdrucksstarke Radsätze (oder Felgen) lässt sich der Auftritt individualisieren.

Citroën C3 Aircross

Neu im Interieur: Bequemere Sitze, optimierter Infotainment-Bildschirm. Hersteller

Wer einsteigt, genießt nicht nur das gute Platzangebot, sondern auch jenes helle Ambiente, das sich ergibt, wenn der Aircross mit großem Glas-Schiebedach ausgestattet ist. Bequem sitzt es sich auf den sogenannten Advanced-Comfort-Sitzen mit ihrer dicken Polsterung. Variabilität ist insbesondere durch die umklappbare und, wie erwähnt, verschiebbare Rückbank angesagt. Mehr Kniefreiheit für die Passagiere geht freilich mit weniger Platz im Kofferraum einher, dessen Ladevolumen dann auf 410 Liter sinkt. Praktisch ist das geräumige Ablagefach in der neuen Mittelkonsole. Je nach Ausstattung verwendet Citroën nunmehr hochwertigere Materialien im Cockpitbereich, in dem ein neuer Neun-Zoll-Touchscreen auffällt. Manches bleibt freilich, wie im Segment zumeist üblich, in Hartkunststoff-Ausführung.

Komfort hat Priorität

Auf den ersten Probekilometern wird klar: Komfort steht bei dem französischen Hersteller weiterhin an oberster Stelle. Nur über kurze Unebenheiten rollt der C3 Aircross ziemlich straff ab, auf längeren Bodenwellen kann er die betont weiche Fahrwerksabstimmung nicht leugnen. Sie führt letztlich zu Nickbewegungen oder, in zügig durchfahrenen Kurven, zu Seitenneigung der Karosserie. Darunter leidet ein wenig die Handlichkeit, aber Citroën stimmt seine Modelle bewusst nicht auf Sportlichkeit ab - das wissen die Kunden, sie lassen das Auto lieber nach Art eines Gleiters dahinrollen. Zudem sorgen (teilweise optional) bis zu zwölf Assistenzsysteme für entspanntes und sicheres Fahren. Gut vernetzt (Citroën Connect NAV, Apple Carplay & Android Auto) ist der C3 Aircross auch.

Citroën C3 Aircross

Macht dezidiert auf SUV: C3 Aircross mit mehr als angedeutetem Unterfahrschutz. Hersteller

An Motoren bietet Citroen zwei Benziner und zwei Diesel an. Die beiden Benziner nennen sich PureTech 110 und PureTech 130, die Zahl steht jeweils für die vorhandenen PS. Der stärkere Antrieb wird über die Automatik EAT6 geschaltet, sonst über das manuelle Sechsganggetriebe MT6. Entsprechend verhält es sich bei den Dieselmotoren BlueHDi 110 und 120. Neben dem stärkeren Benziner haben wir den 1,5-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS und 300 Newtonmetern Drehmoment gefahren. Er wird genormt mit 3,9 Litern auf 100 Kilometer angegeben (104 g/km CO2). In 10,8 Sekunden erfolgt der Sprint auf Tempo 100, die Spitze liegt bei 179 km/h - ein sparsamer, bei Bedarf aber flotter Gesellen also.

Als HDi 120 EAT6 in Stufe "Shine" kostet der C3 Aircross ab 27.240 Euro. Die Sonderausstattungen im Testwagen erhöhen den Preis auf 32.590 Euro, wobei allerdings nicht alle Extras sinnvoll erscheinen. Nicht verzichten sollten Käufer auf das "City-Paket" für 950 Euro, das einen Toter-Winkel-Warner, eine Rückfahrkamera und einen Parkassistenten umfasst. Das farbige Head-up-Display kostet 300 Euro, die Ladeschale fürs Smartphone 150 Euro, die Dachfarbe in Weiß 400 Euro.

Citroën C3 Aircross

Konventionell angetrieben: Der C3 Aircross belässt es bei Benzinern und Dieseln. Hersteller

Der Einstiegspreis für den C3 Aircross liegt bei 18.790 Euro, dafür fährt der Benziner PureTech 110 in Basisausstattung "Life" vor.

Nicht elektrifiziert

Hybrid- oder Elektroversionen wird es auch weiterhin nicht geben, weil der überarbeitete C3 Aircross noch auf der bisherigen Plattform steht. Somit bleibt die Elektrifizierung anderen Baureihen vorbehalten.

Für Citroën ist der C3 Aircross europaweit mit 340.000 Verkäufen besonders erfolgreich. In Deutschland wurden seit Einführung des Modells vor vier Jahren mehr als 25.000 Einheiten verkauft.

Ingo Reuss

Citroën C3 Aircross in Kürze:

Wann er kommt: Im August 2021

Wen er ins Visier nimmt: Opel Crossland, Mazda CX-3, VW T-Roc, Seat Arona, Kia Stonic, Hyundai Kona etc.

Was ihn antreibt: 1,2-l-Dreizylinder-Benziner mit 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS, 1,5-l-Vierzylinder-Diesel mit 81 kW/110 PS und 88 kW/120 PS

Was er kostet: Ab 18.790 Euro