Bundesliga

Churlinov: Wiedersehen macht (fast) Freude

Stuttgart muss sich nach starkem Start mit einem 1:1 zufriedengeben

Churlinov: Wiedersehen macht (fast) Freude

Traf auf seinen früheren Arbeitgeber: Darko Churlinov.

Traf auf seinen früheren Arbeitgeber: Darko Churlinov. imago images

Es war eine hauchdünne Entscheidung, die Pellegrino Matarazzo anders entschieden hätte. Entsprechend zweifelte Stuttgarts Trainer die Richtigkeit des Abseitspfiffs in der 78. Minute für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlich an. Es wäre der mögliche VfB-Erfolg gewesen, den sich alle Schwaben gewünscht hatten. Ausgerechnet vorbereitet vom früheren Kölner Churlinov. Der 20-jährige war kurz zuvor eingewechselt worden, voller Elan Richtung FC-Strafraum gedribbelt und hatte auf Gonzalez gepasst. Der Rest ist bekannt.

"Darko hat es ordentlich gemacht", sagt Matarazzo über die Leistung des jungen Nordmazedoniers, der einst im Unfrieden vom Rhein an den Neckar gewechselt war. Dabei lobt der Coach nicht allein die angesprochene Offensivleistung Churlinovs, sondern besonders dessen Arbeit gegen den Ball. "Er hat uns auf der linken Seite defensiv stabilisiert, hat immer wieder die Seite geschlossen und, glaube ich, keinen Ball verloren."

Gerade der Wille und Ehrgeiz des Jungprofis, der Köln verließ, weil er nicht - wie von ihm erwartet - festes Mitglied des Bundesligakaders sein durfte, gefällt dem VfB-Coach. "Darko gibt im Training immer Gas, hat eine super Mentalität und performt auch in der Nationalmannschaft. Ich bin froh, dass er seinen ersten Bundesligaeinsatz bei uns heute bekommen durfte."

Weniger froh macht Matarazzo die erneute Verletzung von Marc Oliver Kempf. Der Innenverteidiger musste nach einem Zusammenprall mit Sebastiaan Bornauw wegen einer Platzwunde am rechten Ohrläppchen und anschließenden Schwindelgefühlen vom Platz. Auch wenn es nur "zwei, drei Tage dauert, bis er wieder trainieren kann", sorgt die Zwangpause bei allen Beteiligten für Bedauern. Kempf wird regelrecht vom Verletzungspech verfolgt. Anfang des Jahres zog er sich einen Kieferbruch zu, es folgte eine Schulterverletzung, beides musste operativ behoben werden, und eine Platzwunde kurz vor Saisonstart.

George Moissidis

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - 1. FC Köln