Bundesliga

Christopher Lenz: Abschiedstournee mit Wehmut

Union-Abwehrmann wechselt nach Frankfurt

Christopher Lenz: Abschiedstournee mit Wehmut

Nur noch drei Parteien im Union-Trikot: Christopher Lenz.

Nur noch drei Parteien im Union-Trikot: Christopher Lenz. imago images

Christopher Lenz ist hin und her gerissen. Auf der einen Seite freut sich der Linksverteidiger des 1. FC Union Berlin auf die letzten drei Saisonspiele am Sonnabend (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg, am 15. Mai bei Bayer Leverkusen und am 22. Mai zu Hause gegen RB Leipzig. "Wir können noch richtig etwas erreichen", sagte Lenz am Dienstag in einer virtuellen Medienrunde im Hinblick auf eine mögliche Europacup-Teilnahme Unions.

Lenz weiß aber auch, dass er noch maximal drei Mal das Trikot der Eisernen tragen wird. Sein Wechsel zu Ligakonkurrent Eintracht Frankfurt, wo Lenz einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, steht bereits seit Ende Januar fest. Das sorgt für Wehmut. "Ich nehme auf jeden Fall etwas mit. Ich hatte bei Union die bisher schönste Zeit meiner Karriere. Ich bin hier Bundesligaprofi geworden", erklärte Lenz.

Für diesen Traum musste Lenz einiges investieren. Zwischenzeitlich agierte er als Leihspieler bei Holstein Kiel in der 3. und 2. Liga. Nach seiner Rückkehr zu Union war er im Aufstiegsjahr 2018/19 noch kein Stammspieler. Dies schaffte er erst in der Bundesliga. Im letzten Heimspiel gegen Werder Bremen (3:1) absolvierte der frühere Nachwuchsspieler von Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach seine 50. Partie im Oberhaus. In der kommenden Saison in Frankfurt wolle er den nächsten Schritt machen, so Lenz.

Auf das Match am Samstag ist er besonders heiß, weil zur Wolfsburger Gegnerschaft auch sein alter Spezi Maximilian Philipp gehört. Lenz und Philipp wuchsen zusammen in Berlin auf. Sie besuchten dieselbe Schule und kickten zusammen bei Hertha und Tennis Borussia. Auf getrennten Wegen entwickelten sie sich dann zu Profis. Sie foppen sich vor diesem Spiel, so Lenz.

Beim Union-Training am Dienstag konnten der lang fehlende Angreifer Taiwo Awoniyi und Sturmkollege Max Kruse (beide Oberschenkelprobleme) teilweise mittrainieren. Individuell auf dem Platz arbeitete Offensivmann Leon Dajaku, der zuletzt mit einer Sprunggelenksverletzung und einer Corona-Erkrankung zu kämpfen hatte.

In der Kabine trainierten unter anderen Torwart Loris Karius, Mittelfeldmann Grischa Prömel und Angreifer Cedric Teuchert. Letztgenannter soll doch nicht so schlimm am Knie verletzt sein, wie man nach dem Abpfiff der Partie gegen Bremen befürchten musste.

Matthias Koch

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