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Chaos bei Girondins Bordeaux: Trainer Gus Poyet beleidigt Klubführung und fliegt

Spieler wollen nicht trainieren

Chaos in Bordeaux: Trainer beleidigt Klubführung und fliegt

Außer sich und nun aus dem Amt: Gustavo Poyet.

Außer sich und nun aus dem Amt: Gustavo Poyet. imago

Ein 24-jähriger Stürmer ist der Grund, warum sich ein sechsfacher französischer Meister eine Woche nach dem Saisonstart im völligen Chaos befindet. Der 24-jährige Stürmer heißt Gaetan Laborde und wurde am Donnerstag von Girondins Bordeaux an Montpellier HSC verkauft.

Das Problem an der Sache: Bordeaux-Trainer Gustavo Poyet wollte das nicht - und war deshalb absolut nicht erfreut. Nachdem sein Team in der Europa-League-Qualifikation auch im Rückspiel keine Mühe mit Mariupol hatte (3:1; 2:1), geriet der einstige Mittelfeldspieler des FC Chelsea außer sich.

Nicht glücklich sei er, denn das "ist einer meiner schlimmsten Tage in diesem Verein. Was der Klub mit Gaetan Laborde getan hat, ist eine Schande. Ich glaube, wir müssen hier aufhören."

"Ich kam um 11.35 Uhr, Laborde war nicht da, er war in Montpellier"

Er habe der Vereinsführung mitgeteilt, Laborde (drei Ligue-1-Treffer in der vergangenen Saison) auf keinen Fall gehen zu lassen, ehe nicht ein Ersatz bereitstünde. "Ich kam um 11.35 Uhr, Laborde war nicht da, er war in Montpellier - und mir hat keiner etwas gesagt."

Antworten erwarte er nun vom Präsidenten und vom Besitzer, fuhr Poyet fort. "Sie haben sich mit der Entscheidung gegen mich gestellt, gegen die Spieler und gegen die Fans. Sie sollen mir das morgen erklären, und wir werden sehen, ob ich weitermache oder nicht." Einen Rücktritt zog er offen in Erwägung, war sich da aber noch nicht sicher. Eine Nacht später steht fest: Zurücktreten muss Poyet nicht mehr, denn der Klub hat ihn entlassen.

Weil der Trainer gehen muss, wollen die Spieler nicht trainieren

Es war nicht mal die erste Fehde zwischen den drei Parteien. Bereits Anfang Juli hatte sich Poyet öffentlich darüber ausgelassen, wie undurchsichtig sich Bordeaux im Falle des Transfers vom inzwischen in Barcelona spielenden Malcom verhalten habe.

Nach nur einem halben Jahr ist nun wieder Schluss für Poyet und die Girondins-Profis sind darüber keineswegs begeistert. Wie verschiedene Medien berichten, werden die Spieler am Freitag aus Protest nicht zum Training erscheinen.

mkr

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