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Cavendish will weiterfahren - Umstritten: Jury nimmt Ackermann Podestplatz

Brite kündigt Fortsetzung seiner Karriere an

Cavendish will weiterfahren - Umstritten: Jury nimmt Ackermann Podestplatz

Mark Cavendish (vo.) kündigte eine Fortsetzung seiner Karriere an.

Mark Cavendish (vo.) kündigte eine Fortsetzung seiner Karriere an. picture alliance

"Ich habe keine Lust aufzuhören. Ich möchte nicht aufhören. Ich liebe diesen Sport. Ich gebe mein Leben für diesen Sport und möchte weiterhin mit dem Rad fahren", sagte Cavendish vor dem Start des Rennens über 174 Kilometer. Am Sonntag hatte der 30-malige Etappensieger bei der Tour de France nach dem Halbklassiker Gent-Wevelgem noch ein emotionales Interview gegeben, bei dem er sagte, dass das womöglich das letzte Rennen seiner Karriere war.

Cavendish war lange Jahre einer der besten Sprinter des Pelotons, er gewann neben 30 Tour-Etappen auch Mailand-Sanremo sowie den WM-Titel 2011. Seit über zweieinhalb Jahren ist der Routinier allerdings sieglos. "80 Prozent der Fahrer gewinnen in ihrer Karriere kein Rennen. Ich bin glücklich, dass bei mir darauf geschaut wird, wenn ich nicht gewinne", sagte Cavendish.

Besonders bei der Tour de France hat Cavendish seine Spuren hinterlassen. Insgesamt konnte er 30 Etappen bei der Frankreich-Rundfahrt für sich entscheiden. Nur der legendäre Belgier Eddy Merckx liegt mit 34 Etappenerfolgen in dieser Kategorie vor Cavendish.

Scheldeprijs: Ackermann verliert Platz zwei

Die 108. Ausgabe des Scheldeprijs gewann der Australier Caleb Ewan im Sprint vor dem deutschen Sprinter Pascal Ackermann vom Team Bora-hansgrohe. Ackermann verlor nach einer Juryentscheidung seinen zweiten Platz später noch. Er soll im Zielsprint einen Konkurrenten zu Fall gebracht haben.

Das wurde von der Jury eindeutig falsch beurteilt.

bora-Sportdirektor Steffen Radochla

"Meiner Meinung nach ist das einfach die falsche Entscheidung. Es ist schade für Pascal, aber auch für alle anderen, die heute im Finale wirklich gute Arbeit geleistet haben", sagte Sportdirektor Steffen Radochla. Ackermann habe ein Loch gefunden und den Sprint angezogen, ohne einen Fahrer zu berühren. "Leider berührte ein Fahrer dann sein Hinterrad und stürzte. Aber das war ein Rennvorfall, den wir ziemlich oft sehen. Das wurde von der Jury eindeutig falsch beurteilt", meinte Radochla.

Am vergangenen Sonntag war Ackermann bei Gent-Wevelgem ausgeschieden. Beim Scheldeprijs, der gewöhnlich im Frühjahr stattfindet, sind die deutschen Radprofis oft in der Spitze vertreten. 2019 wurde Max Walscheid Zweiter, zwischen 2012 und 2017 hatte Top-Sprinter Marcel Kittel fünf Siege bei dem Rennen eingefahren.

dpa/jer

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