Bundesliga

Emre Can ist ein Gewinn für den BVB - in jeder Hinsicht

Defensiv-Allrounder begeistert die Verantwortlichen

Can ist ein Gewinn für den BVB - in jeder Hinsicht

BVB-Allrounder Emre Can ist ein Lautsprecher im Team

Er spricht auch unbequeme Wahrheiten an: BVB-Allrounder Emre Can. imago images

Emre Can wird am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) voraussichtlich wieder im Mittelfeld spielen und mit der größten Selbstverständlichkeit der Welt damit einen erneuten Positionswechsel vornehmen. Gegen Hertha BSC hatte er den Gelb-gesperrten Mats Hummels blitzsauer im Abwehrzentrum vertreten. "Die Flexibilität macht es bei ihm aus", sagt Sportdirektor Michael Zorc, "das war für uns mit ein Grund, tiefer in die Tasche zu greifen."

Insgesamt 23 Millionen Euro ließ sich der BVB die Verpflichtung des Universalkönners kosten, der ein Einsatzgebiet in der Abwehr persönlich bevorzugt, aber genauso gut im Kernbereich des Mittelfeldes spielprägend tätig ist. "Emre ist in der Lage, sich schnell umzustellen, von Abwehr auf Mittelfeld, auch innerhalb eines Spiels", betont Zorc, "er ist in der Lage, uns auf verschiedenen Positionen weiterzuhelfen."

Can heuerte gemeinsam mit dem norwegischen Angreifer Erling Haaland im Januar 2020 in Dortmund an. Manch einer ertappt sich seitdem bei der Frage, ob die Borussia vor einem Jahr Meister geworden wäre, wenn Can und Haaland schon damals verfügbar und die entsprechenden Mittel vorhanden gewesen wären. Sie waren es nicht, und neun Punkte Vorsprung schmolzen innerhalb weniger Wochen dahin.

Can spricht auch unbequeme Wahrheiten an

Can hat sich in Dortmund seit Januar auf und außerhalb des Platzes profiliert. Der 26-Jährige spricht auch unpopuläre Wahrheiten an, übt Kritik, wenn er sie für angebracht hält und bietet Orientierungshilfe, wenn sich (junge) Kollegen verirrt haben. Jadon Sancho, der wegen eines Friseur-Besuchs wieder ins Gerede gekommen war, hat er erst vor einer Woche dringend ans Herz gelegt, "schlauer und erwachsener" zu werden. Der Engländer müsse "in manchen Dingen disziplinierter" werden. Damit hat er wohl recht.

Thomas Hennecke

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