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Hakan Calhanoglu: Einigung im Millionenstreit

Inter-Profi und Ex-Berater ziehen Klagen zurück

Calhanoglu: Einigung im Millionenstreit

Wechselte von Milan zu Inter: Hakan Calhanoglu.

Wechselte von Milan zu Inter: Hakan Calhanoglu. Getty Images

Konkret lag der Gegenstandswert sogar bei bis zu 3,5 Millionen Euro - diese Summe nannte das Landgericht Heidelberg auf Nachfrage. Am kommenden Dienstag hätten sich Calhanoglu, früher beim Karlsruher SC, dem Hamburger SV, Bayer Leverkusen, der AC Milan und aktuell beim italienischen Champion Inter unter Vertrag, und sein Ex-Agent vor Gericht treffen sollen.

Die langjährige Geschäftsbeziehung des 27-Jährigen mit Demirtas war in die Brüche gegangen, Calhanoglu im Frühjahr 2020 zum Berater Gordon Stipic-Wipfler und der Unique Sports Group gewechselt, die auch Matthias Ginter (noch Borussia Mönchengladbach), Kevin Volland (AS Monaco) oder Reece James (Chelsea FC) vertritt.

Allerdings, so schilderte es vor einigen Monaten die "Sportbild", soll noch ein drei Millionen Euro schweres Schuldanerkenntnis aus dem Jahre 2016 existiert haben. Demnach soll Demirtas bei den Transfers des türkischen Nationalspielers vom KSC zum HSV 2013 und ein Jahr später von Hamburg nach Leverkusen auf Teile der ihm zustehenden Vermittlerprovisionen verzichtet und sich dafür jene Schuldanerkenntnis Calhanoglus gesichert haben. Auf dieser Basis klagte Demirtas gegen seinen früheren Klienten, der mit Inter gerade erst die italienische Supercoppa gewonnen hat.

Calhanoglu wiederum reichte dagegen eine Widerklage ein. Bereits im Herbst 2021 hätte es zum Prozess in Heidelberg kommen sollen, dann wurde auf Mitte Januar verschoben. Nun erklärte das LG Heidelberg gegenüber dem kicker, dass der Termin zur mündlichen Verhandlung aufgehoben worden sei, weil Klage und Widerklage zurückgenommen worden seien. Auf konkrete Nachfragen reagierte Calhanoglus Management nicht. Ex-Berater Demirtas sagte im Gespräch mit dem kicker: "Das Thema ist nach der außergerichtlichen Einigung vom Tisch. Wir haben eine für beide Seiten gute Lösung gefunden und über die Modalitäten Stillschweigen vereinbart."

Benni Hofmann

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