Bundesliga

13 Fakten über Bayern-Neuzugang Sadio Mané

Warum Rangnick schäumte und Bayern staunte

BVB, Suspendierung, Blitz-Hattrick: 13 Fakten über Sadio Mané

Sah gegen Bayern immer gut aus: Sadio Mané, hier gegen Manuel Neuer, im Trikot von RB Salzburg und mit Jürgen Klopp.

Sah gegen Bayern immer gut aus: Sadio Mané, hier gegen Manuel Neuer, im Trikot von RB Salzburg und mit Jürgen Klopp. imago images (3)

Mané tat Julian Nagelsmann schon zweimal weh. In den Champions-League-Play-offs 2017/18 setzt sich Liverpool auch dank Mané gegen Nagelsmanns Hoffenheimer klar durch (2:1/4:2), Mané überragt vor allem im Hinspiel. Beim Wiedersehen im Achtelfinale 2020/21 gegen Nagelsmanns Leipziger trifft er sowohl im Hin- als auch im Rückspiel (jeweils 2:0).

Mané wäre 2014 fast in Dortmund gelandet. "Ich weiß nicht genau, warum ich ihn damals nicht verpflichtet habe", sagte Jürgen Klopp später über diesen "Fehler". "Ich mag den Spieler, es war mehr ein Gefühl. Rund drei Monate später hätte ich mich dafür schlagen können." Der BVB holte stattdessen Shinji Kagawa von Manchester United zurück, Mané wechselte von Salzburg nach Southampton.

Mané ist ein Offensivallrounder. In seiner ersten Liverpooler Saison spielte er noch rechts, wechselte nach Mohamed Salahs Ankunft 2017 aber dauerhaft nach links und wurde zuletzt auch immer wieder als zentraler Stürmer eingesetzt. "Er ist auf beiden Positionen Weltklasse", findet Klopp.

Manés Abschied aus Salzburg verläuft geräuschvoll

Adi Hütter suspendierte Mané 2014. Just vor dem wichtigen Champions-League-Play-off-Rückspiel in Malmö fühlt sich Mané nicht in der Lage zu trainieren und erscheint auch zu einem daraufhin anberaumten Gespräch nicht. Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Hütter schäumen ("Disziplinlos!") und streichen ihn aus dem Kader. Salzburg verpasst die Königsklasse, Mané bekommt seinen Willen: Er wechselt nach Southampton.

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Klopp bereute seinen ersten Jubel mit Mané. Bei Liverpools 4:3-Sieg bei Arsenal am 1. Spieltag der Saison 2016/17 trifft Reds-Debütant Mané zum zwischenzeitlichen 4:1 - Klopp nimmt ihn an der Seitenlinie daraufhin huckepack. Dass Arsenal danach noch mal zurückkommt, nimmt der Trainer deshalb hinterher auf seine Kappe: "Es ist nicht erlaubt, so zu jubeln, wie ich es gemacht habe."

Mané schoss den schnellsten Hattrick der Premier-League-Geschichte. Bei Southamptons 6:1 gegen Aston Villa am 16. Mai 2015 trifft er binnen 176 Sekunden dreimal (13./14./16.) - als offensiver Mittelfeldspieler übrigens.

Mané steht vor der zweiten WM-Teilnahme, die erste endete tragisch

Mané ist kein Elfmeterexperte. Zwar schoss er Senegal 2022 jeweils im Elfmeterschießen gegen Ägypten zum Afrika-Cup-Triumph (in der regulären Spielzeit vergab er) und zur WM in Katar, verschoss aber seine beiden einzigen Premier-League-Elfmeter - einmal gegen (2016), einmal für Liverpool (2018). Dafür, dass er im FA-Cup-Finale 2022 gegen Chelsea als einziger Liverpooler im Elfmeterschießen vergibt, macht Klopp später sich selbst verantwortlich.

Manés bisher einzige WM-Teilnahme endet tragisch. Senegal scheitert 2018 in Russland aufgrund der schlechteren Fairplay-Wertung gegenüber Japan in der Gruppenphase. Mané gelingt immerhin beim 2:2 gegen Japan sein erstes WM-Tor. 2022 ist er mit dem Senegal wieder dabei, dann warten die Niederlande, Ecuador und Gastgeber Katar.

Mané spielte zweimal in der Allianz-Arena - und traf zweimal. 2017 erzielt er im Audi-Cup-Halbfinale bei Liverpools 3:0 über Bayern das Führungstor, 2019 - noch etwas folgenreicher - im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals einen Doppelpack (3:1). Bayern-Schreck war er aber schon viel früher.

Mané verdarb Pep Guardiolas 43. Geburtstag. Am 18. Januar 2014 schießt Salzburg in einem Testspiel die Bayern um Trainer Guardiola mit 3:0 ab, Mané ist an allen drei Treffern beteiligt. "Mir haben die Bayern-Verteidiger an diesem Tag leidgetan - er war nicht zu bremsen", erinnert sich Teamkollege Ramalho später.

Mané hat seine Heimat nicht vergessen. Der Straßenfußballer finanzierte in seinem Heimatort Bambali im Südwesten Senegals bereits ein Krankenhaus, eine Schule und auch eine Moschee. In dieser hängt ein Bild seines Vaters, der Imam war und starb, als Mané elf war.

Gegenpressing lernte Mané nicht erst unter Klopp. Unter Roger Schmidt, seinem ersten Trainer in Salzburg, macht er taktisch einen großen Sprung nach vorn. "Er hatte großen Einfluss auf meine Karriere", sagt Mané über Schmidt. "Ich habe sehr viel über Taktik gelernt."

Mané traf in jeder seiner Premier-League-Saisons mindestens zehnmal. Insgesamt kommt er nach acht Spielzeiten für Southampton und Liverpool auf 111 Tore in 263 Spielen, 2019 wird er mit 22 Toren Torschützenkönig. Nur Harry Kane traf ebenfalls in den vergangenen acht Premier-League-Spielzeiten zehnmal oder öfter.

Jörn Petersen

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