Bundesliga

BVB-Plan: Pause für Haaland "so spät wie möglich"

Zorcs Erinnerung an ein Duell mit Maradona

BVB-Plan: Pause für Haaland "so spät wie möglich"

Er soll vorerst keine Pause vom Toreschießen einlegen: BVB-Torjäger Erling Haaland.

Er soll vorerst keine Pause vom Toreschießen einlegen: BVB-Torjäger Erling Haaland. imago images

Vier Kölner Spiele hat sich Favre in den vergangenen Tagen angeschaut und in diesen 360 Minuten die Einsicht gewonnen, dass Dortmunds Gegner am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zu Unrecht in den Tabellenkeller abgerutscht ist. Köln sei "sehr gut organisiert" und "sehr schwer zu spielen", sagte Favre bei seiner Spieltagspressekonferenz, "es war immer eng bei ihren Spielen". Stellvertretend nannte der Schweizer die knappe 1:2-Niederlage des FC gegen Spitzenreiter Bayern, "da haben sie unverdient verloren".

An seiner bisher außerordentlich klugen Aufgaben- und Belastungsverteilung wird Favre auch gegen Köln festhalten. "Intelligent agieren", nennt er es, wenn er in Mittelfeld und Angriff pro Spiel vier, fünf Veränderungen vornimmt. Dortmunds Trainer baut sein Team dabei auf einem Fundament von Abwehrspielern auf, die er offenbar für unverzichtbar hält. Spieler wie Roman Bürki (nachdem sich dessen Nummer-1-Status wieder klar herauskristallisiert hat), Thomas Meunier, Mats Hummels, Manuel Akanji oder auch Raphael Guerreiro, der allerdings im Moment noch leicht angeschlagen ist. "Zwei oder drei", äußert Favre, "werden vielleicht alle Spiele machen." Bis Weihnachten sind es noch acht. Acht in 25 Tagen.

Erling Haaland bleibt ein Sonderfall. Einerseits sieht Favre die Gefahr, es bei ihm mit zu vielen Einsätzen zu übertreiben, weil der Norweger immer mal wieder "Probleme mit seinem Knie" anzeige. Andererseits schießt der 20-Jährige Tore wie am Fließband (schon 17 in den erst 14 Pflichtspielen dieser Saison) und hat sich deshalb unentbehrlich gemacht. Folgerichtig will Favre dem Stürmer erst "so spät wie möglich" eine Verschnaufpause verschreiben.

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Haalands Vollstrecker-Qualitäten, seine unwiderstehliche Dynamik und herausragende Mentalität machen ihn längst zu einem Kaufkandidaten für nahezu alle Topklubs in Europa. "Das", lacht Zorc, "heißt ja, dass er bei uns gut spielt und wir hier alle gute Arbeit gemacht haben." Noch können sich Managerkollegen aber einen Anruf bei ihm sparen. Am Donnerstag bekräftigte Zorc, dass der BVB mit Haaland (Vertrag bis 2024) langfristig plant, "ich sehe ihn schon noch gerne weiter bei uns. Und so lange ist er ja noch nicht bei uns."

Einen Tag nach dem Tod Diego Maradonas blickte Zorc wehmütig zurück auf ein Spiel seiner Borussia beim FC Barcelona am 24. August 1983. Im BVB-Mittelfeld: Franz-Josef "Jupp" Tenhagen und er gegen Maradona und Bernd Schuster. "Ganz viele Zweikämpfe habe ich nicht gewonnen", erinnert sich Dortmunds Sportdirektor, "zu meiner Zeit war Diego Maradona der beste Spieler der Welt."

Endstand damals im Camp Nou: 2:1 für Barcelona.

Thomas Hennecke

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