2. Bundesliga

Burgstaller bringt beim FC St. Pauli die Hoffnung zurück

Der FC St. Pauli ist seit drei Spielen unbesiegt

Burgstaller bringt die Hoffnung zurück auf den Kiez

Guido Burgstaller (re.) feiert sein Premierentor für den FC St. Pauli.

Guido Burgstaller (re.) feiert sein Premierentor für den FC St. Pauli. imago images

Das 3:2 bei Hannover 96 war St. Paulis erster Sieg seit September 2020. Am 2. Spieltag hatte es 4:2 gegen Heidenheim geheißen, dann folgten 13 Partien ohne Dreier.

Nun sind die Hanseaten nach zuvor zwei Unentschieden schon seit drei Spielen ohne Niederlage und haben den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze hergestellt.

Schultz: "Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen"

Dass nur der erste Schritt getan ist, macht Timo Schultz unmissverständlich deutlich. "Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen." Und doch verrät St. Paulis Trainer natürlich "große Erleichterung" nach einem Spieltag, an dem die Minusserien gleich reihenweise durchbrochen worden sind. Nach dem zarten Pflänzchen seit dem 1:1 gegen Kiel ist nun endgültig die Hoffnung zurück.

Burgstallers Premierentor

Guido Burgstallers erstes Tor für seinen neuen Klub bedeutete den ersten Pflichtspieltreffer des Österreichers seit dem 10. August 2019, seinerzeit noch für Schalke 04 im Pokal bei Drochtersen/Assel erzielt; das 3:2 in Hannover war der erste echte Auswärtssieg außerhalb Hamburgs seit dem 2. März 2018 - und er markierte das Ende der Sieglos-Serie, die die Lage enorm zugespitzt hat.

Schultz: "Für dieses Aufbäumen wurden wir belohnt"

Der Auftritt in Niedersachsen taugt durchaus als Spiegelbild für die bisherige Spielzeit: ein vielversprechender Start in Form einer 2:0-Führung, ehe Rückschläge folgten. Anders als im bisherigen Verlauf war, dass St. Pauli zurückgekommen ist - ein Wendepunkt? "Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie aus der schweren Phase nach dem 2:2 herausgekommen sind", sagt Schultz, "für dieses Aufbäumen wurden wir belohnt."

Der Trainer registriert sehr genau, dass dieser Wandel keineswegs aus dem Nichts gekommen ist. Er liegt für ihn bereits eineinhalb Wochen zurück und in Würzburg (1:1), wo die Seinen zur Pause dezimiert und in Rückstand lagen. "Wir sind dort in der Halbzeit deutlich enger zusammengerückt, haben gesagt, dass wir jetzt alles über Bord werfen." Es folgte ein gewisser Anlauf mit zwei Teilerfolgen, ehe in Hannover nun der erste, richtige Schritt gelang.

Schultz über Burgstaller: "Guido ist eine ganz wichtige Persönlichkeit"

Einen weiteren Erfolgsfaktor sieht der Coach in den Neulingen. Omar Marmoush und Keeper Dejan Stojanovic wiesen auch am Samstag nach, dass sie St. Pauli besser machen, Rückkehrer Burgstaller ebenso. "Guido ist eine ganz wichtige Persönlichkeit", lobt Schultz, "ich habe das Gefühl, dass die anderen regelrecht aufatmen, dass er wieder da ist."

Die Serie durchbrochen aber hat der Jüngste, der erst 17-jährige, für Burgstaller eingewechselte Igor Matanovic. Für den Trainer, zuvor selbst im Nachwuchs tätig, eine weitere ganz besondere Geschichte. "Dass ausgerechnet Igor das Siegtor erzielt, ist eine große Genugtuung für unseren gesamten Verein." Und ein weiterer Schritt.

Den nächsten wollen die Kiez-Kicker am Sonntag machen, wenn der FCSP den SSV Jahn Regensburg empfängt (13.30, LIVE! bei kicker). Bestenfalls winkt der Sprung über den ominösen Strich.

mas/sw

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