Bundesliga

Bundeskartellamt stellt Verfahren gegen Sky und DAZN ein

Vergabe der CL-Übertragungsrechte im Fokus

Bundeskartellamt stellt Verfahren gegen Sky und DAZN ein

Das Bundeskartellamt hat am Mittwoch das Verfahren gegen Sky und DAZN eingestellt.

Das Bundeskartellamt hat am Mittwoch das Verfahren gegen Sky und DAZN eingestellt. imago images

"Das Verhalten von Sky und DAZN war auf den ersten Blick kartellrechtlich nicht unproblematisch", wird Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, in einer Pressemitteilung zitiert: "Es sprachen dennoch einige Gründe für die Einstellung des Verfahrens. Der Markt ist generell in Bewegung, neue Player treten auf - das hat die kürzlich erfolgte Champions-League-Rechtevergabe für die Spielzeiten ab 2021/22 erneut gezeigt. Darüber hinaus ist aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise auf die aktuellen Spielzeiten im nationalen wie im internationalen Fußball kaum absehbar, wie sich der Markt in naher Zukunft entwickeln wird. Die Wirkungen eines kartellrechtlichen Eingriffs wären deshalb derzeit mit besonderen Unsicherheiten behaftet."

Mit Blick auf ihr Verhalten bei künftigen Ausschreibungen hatte das Bundeskartellamt gegen die Unternehmen ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, weil der Verdacht bestand, dass Sky und DAZN im Vorfeld der Rechtevergabe für die Saisons 2018/19 bis 2020/21 vereinbart hatten, die Übertragungsrechte für Deutschland untereinander aufzuteilen. Sky hatte alleine die Rechte an allen Spielen erworben und im Anschluss einen Teil der Spiele auf dem Wege der Sublizenzierung an DAZN abgetreten. Die Rechtevergabe hatte unter anderem zur Folge, dass im Free-TV keine Live-Übertragungen der Königsklasse mehr gezeigt wurden.

Im Gegensatz zu Vereinbarungen im Vorfeld der Rechtevergaben, sind Kooperationen der Sender im Nachgang zu den Ausschreibungen und Rechtevergaben kartellrechtlich unter bestimmten Umständen erlaubt. Im Zweifel müssen diese zuvor von den zuständigen Wettbewerbsbehörden geprüft werden.

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