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Buhrufe in Chicago und trauriges New York: Elf Erkenntnisse aus Week 11

Best of NFL 2021, Week 11

Buhrufe in Chicago und trauriges New York: Elf Erkenntnisse aus Week 11

Steht immer mehr im Kreuzfeuer der Fankritik in Chicago: Bears-Trainer Matt Nagy.

Steht immer mehr im Kreuzfeuer der Fankritik in Chicago: Bears-Trainer Matt Nagy. imago images/ZUMA Wire

1. Direkt mal ein etwas abseitiges Thema: Der bekannte RedZone-Moderator Scott Hanson, der jeden Regular-Season-Sonntag ab 19 Uhr für sieben Stunden durch eine große und werbefreie Konferenz moderiert, hat im Interview mit dem "Bleacher Report" mitgeteilt, dass er lediglich kurz vor 19 Uhr noch einmal aufs Klo geht. Und dann? "Dann ist es der eiserne Wille eines Ninjas für die kommenden sieben Stunden", die ihn laut eigener Aussage diesen Live-Marathon durchstehen lassen.

2. Zum Start von Week 11 erreichten die seit Wochen wirklich stark auftrumpfenden New England Patriots einen 25:0-Shutout bei den Atlanta Falcons und sprangen dadurch mit der Bilanz von 7:4 auf Rang 1 der NFC East vor den eigentlich favorisierten Buffalo Bills (6:4), die ihrerseits an diesem Spieltag mit einem deutlichen 15:41 gegen die Indianapolis Colts (6:5) in die Röhre blickten.

3. Apropos New England: Immer mehr kristallisiert sich Rookie-Quarterback Mac Jones als Zukunftslösung bei den von Trainerlegende Bill Belichick betreuten Patriots heraus. Der 23-Jährige kam bereits in sieben Ligaspielen eine Passquote von über 70 Prozent - keiner anderer Spielmacher hat mehr.

4. Einen bitteren Sonntag verlebten derweil die Green Bay Packers, die zunächst einmal den nächsten schwerwiegenden Ausfall zu verkraften hatten: O-Liner Elgton Jenkins, vergangenes Jahr in den Pro Bowl gewählt, riss sich das Kreuzband und fehlt "The Pack" somit in der restlichen Saison.

5. Sportlich lief es für die Packers (8:3) außerdem nicht rund, obwohl die Leistung an sich stimmte und allen voran Star-Quarterback Aaron Rodgers trotz Zehenverletzung mit 385 Yards sowie vier Touchdowns (keine Interception) überragte. Und doch stand nach einem dramatischen Finish ein 31:34 beim direkten NFC-North-Rivalen Minnesota (5:5) auf der Anzeigetafel. Besonders bitter: Die zuletzt so starke Defense, die zuvor gegen die Star-Spielmacher Kyler Murray, Patrick Mahomes und Russell Wilson insgesamt nur 34 Punkte kassierte hatte, musste dieses Mal in einem Spiel genau so viele Punkte von Kirk Cousins schlucken.

6. Der Spieler des Spieltags war auf jeden Fall Colts-Running-Back Jonathan Taylor, der beim 41:15 bei den Buffalo Bills fünf Touchdowns verzeichnete und zugleich zum ersten NFL-Profi der Geschichte aufstieg, der in einem Spiel über 175 Rushing Yards, vier Rushing TDs und einen Receiving TD verbuchte.

7. Das 41:15-Endresultat war zugleich ein bis dato noch nie dagewesenes Endergebnis - Scorigami Nummer 1070 sozusagen.

8. Die Tennessee Titans (8:3) avancierten unterdessen zur größten Enttäuschung von Week 11, verloren nach zuletzt sechs Siegen am Stück vollkommen überraschend mit 13:22 gegen die Houston Texans (2:8).

9. In Vertretung von Lamar Jackson führte Ersatzmann Tyler Huntley die Baltimore Ravens (7:3) in seinem ersten NFL-Start kurz vor Schluss doch noch zum 16:13 bei den Chicago Bears (3:7), die zwischenzeitlich nach zwei Touchdown-Pässen von Andy Dalton wie der sichere Sieger aussahen - und am Ende doch die bereits fünfte Pleite am Stück hinnehmen musste. Dafür setzte es von den Rängen lautstark Pfiffe fürs Team und den kritisierten Head Coach Matt Nagy.

10. Leidgeplagt sind neben den Bears auch die Detroit Lions, die ebenfalls in der NFC North heimisch sind. Das Team aus "Motor City" verlor knapp mit 10:13 bei den Cleveland Browns (6:5) und rutschte somit auf 0:9:1 ab. Damit ist bereits jetzt klar, dass die Lions eine Saison zum vierten Mal in Folge mit einer negativen Endbilanz abschließen werden.

11. Zum Abschluss von Week 11 standen sich im Monday Night Game noch die Tampa Bay Buccaneers (7:3) und die New York Giants (3:7) gegenüber. Und während der amtierende Super-Bowl-Champion um Tom Brady nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück mit einem klaren 30:10 wieder in die Erfolgsspur fand, rutschten die Play-offs für die G-Men mal wieder in wohl nicht mehr erreichbare Ferne. Doch nicht nur das: Giants-Spielmacher Daniel Jones hat nach zwei Interceptions nun 49 Turnover seit 2019 zu verantworten - mehr hat niemand.

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