Basketball

Milwaukee Bucks gewinnen "hässlich" - Los Angeles Clippers 0:2 hinten

Brooklyn kassiert erste Niederlage gegen Milwaukee, Utah marschiert

Bucks gewinnen "hässlich" - Clippers wieder im 0:2-Loch

Die Bucks leben noch: Giannis Antetokounmpo und seine Teamkollegen gewinnen gegen Brooklyn.

Die Bucks leben noch: Giannis Antetokounmpo und seine Teamkollegen gewinnen gegen Brooklyn. Getty Images

Abermals mussten die Nets auf James Harden verzichten, den eine Muskelverletzung außer Gefecht setzt. Beim ersten Spiel dieser Serie in Milwaukee sah es anfangs nach einer klaren Angelegenheit aus. Die Bucks begannen heiß wie Frittenfett, Giannis Antetokounmpo (33 Punkte, 14 Rebounds) setzte mit zwei krachenden Dunks frühe Ausrufezeichen, auch Topscorer Khris Middleton gelang viel (35/15). Während Kevin Durant & Co. kein Bein auf den Boden brachten, zogen die Hausherren auf 30:9 davon.

Doch ein Basketball-Spiel besteht bekanntlich aus "Läufen" - und es wurde doch noch ein echter Thriller. Vor allem auch deshalb, weil bei den Nets ein Mann aus der zweiten Reihe nach vorne trat: Bruce Brown (Double-Double mit 16 Punkten und elf Rebounds) führte seine Farben heran, Durant (30 Zähler) sorgte per Dreier im dritten Viertel für den 57:57-Ausgleich.

Es blieb ein Low-Scoring-Game, das stark an die 90er-Jahre erinnerte; und das von zwei Mannschaften, die normalerweise zu den offensivstärksten der Liga gehören. Wenig Körbe, viel Gerangel und auch ein Wortgefecht zwischen Durant und P.J. Tucker heizten die Stimmung in der Arena an.

Durant scheint die Wende herbeizuführen

In der Crunchtime stieg die Spannung, als Durant mit einem weiteren Dreier Brooklyn mit 83:80 in Führung brachte, 83 Sekunden waren da noch auf der Uhr. Milwaukee hatte die Antwort parat: Jrue Holiday versetzte seinen Gegner mit einem schnellen Spin-Move und legte den Ball zum 84:83 in die Reuse. Auf der Gegenseite schien Brown beim Zug zum Korb dann durch - der Ball wollte nicht rein. Die Nets mussten foulen, Freiwürfe brachten den Endstand von 86:83, weil Durant mit seinem letzten schweren Dreier enormes Pech hatte. 83 Nets-Punkte, das ist die niedrigste Ausbeute des Starensembles aus Brooklyn in dieser Saison.

Die Bucks sind also zurück in der Serie. "Es war klar, dass es einen hässlichen Sieg geben würde", sagte Gäste-Coach Steve Nash nach der Schlusssirene. "Der ging dieses Mal an sie." In der Nacht zum Sonntag (MESZ) können die Nets die Antwort geben, ob Harden dann dabei ist, ist noch offen.

Die Jazz machen ihre Hausaufgaben

Die Utah Jazz gewannen auch ihr zweites Spiel gegen die Los Angeles Clippers und haben dank des 117:111 einen großen Schritt Richtung Finale in der Western Conference gemacht. Der frisch zum besten Defensiv-Spieler der Saison gewählte Franzose Rudy Gobert hatte mit 20 Rebounds einen überragenden Abend und stellte eine persönliche Bestleistung in den Play-offs auf. Bester Werfer für die Jazz war sein Teamkollege Donovan Mitchell mit 37 Punkten. Utah verspielte einen 21-Punkte-Vorsprung aus dem dritten Viertel, behielt in der entscheidenden Phase dann aber die Nerven.

Reggie Jackson (29) und Paul George (27) hielten für die Clippers dagegen, die wie schon in der Serie gegen die Dallas Mavericks (4:3) mit 0:2 im Hintertreffen liegen.

aho

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