Regionalliga

Bruns bemängelt hohe Abgaben

Goslar: Erfolgreiches Jahr 2012

Bruns bemängelt hohe Abgaben

Ist zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft: GSC-Trainer Frank Eulberg.

Ist zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft: GSC-Trainer Frank Eulberg. imago

Herr Bruns, Herr Eulberg, wie lautet Ihre Bilanz 2012?

Folkert Bruns: Wir haben ein tolles Jahr hinter uns. Mehr konnten wir nicht erreichen. Wir haben uns in der Liga etabliert und stehen vor allen Mitaufsteigern.

Regionalliga Nord - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Holstein Kiel Holstein Kiel
39
2
Hannover 96 II Hannover 96 II
36
3
TSV Havelse TSV Havelse
32
Goslarer SC 08 - Vereinsdaten
Goslarer SC 08

Gründungsdatum

24.06.1908

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Wie lautet denn das langfristige Ziel des GSC?

Bruns: Wir müssen die Rahmenbedingungen auf breitere Füße stellen. Der jetzige Zustand ist für Verein und Sponsor keine zukunftsträchtige Situation. Zumal die Kosten horrend sind. Fünf Prozent des Etats etwa gehen an den Verband für Gebühren, Abgaben und Lizenzen. Zuschüsse oder Fernsehgelder gibt es keine. Das sind zu viele Abgaben. Die Spieler müssen auch bezahlt werden, einige leben ja vom Fußball. Dieses System sollte dringend überarbeitet werden. Wir haben keinen Euro Schulden - und so soll es auch bleiben.

Und was bedeutet das für Ihre Ziele?

Bruns: Es macht wenig Sinn, eine Liga tiefer zu spielen, dafür sind die Strukturen zu gut. Einen einstelligen Tabellenplatz in der Regionalliga dauerhaft zu behaupten und die Finanzen noch besser aufzustellen, sind erste Ziele. Die 3. Liga wird dann langfristig anvisiert, wenn die finanziellen Bedingungen passen.

Wie sieht es denn mit der Vertragsverlängerung des Trainers aus?

Bruns: Bevor wir da verlängern, muss erst der Klassenerhalt erreicht sein. Dann müssen beide Seiten wollen. Wir sind schon in konstruktiven Gesprächen. Doch darum mache ich mir derzeit keine Gedanken. Zumal ich nichts von langfristigen Verträgen mit Trainern halte. Wenn er ein gutes Angebot erhält und weg will, kann ich ihn nicht halten.

Interview: Camillo Kluge