Bundesliga

Kohfeldt spricht Klartext vor Matchbällen gegen Köln und Bielefeld

Kohfeldt vom Trainingseifer der Werder-Profis angetan

Bremer Matchbälle: "Mega-, megawichtige Spiele"

Zwei Matchbälle vor der Brust: Bremens Trainer Florian Kohfeldt.

Zwei Matchbälle vor der Brust: Bremens Trainer Florian Kohfeldt. picture-alliance

Nachdem die DFB-Pokal-Partie am Dienstagabend aufgrund des Covid-19-Ausbruchs bei Gegner Jahn Regensburg ausfallen musste, wurde der Fokus bei Werder Bremen früher als ursprünglich gedacht wieder auf die Bundesliga gelegt. Dort stehen ab Sonntag zwei Spiele innerhalb von vier Tagen an, die einen vorentscheidenden Charakter im Kampf um den Klassenerhalt haben könnten.

Noch am Montagabend hatte Frank Baumann nach der Absage des Spiels in Regensburg angekündigt, "die Zeit nutzen zu wollen". Die so nicht vorgesehene lange Trainingswoche könne "in dieser Phase der Saison noch sehr wichtig sein, gerade im Hinblick darauf, dass wir den ganzen Kader zur Verfügung hatten", erklärte der Werder-Sportchef und sprach von einer "intensiven Einheit", die die Profis tags darauf erwarte.

Erst nach weit über zwei Stunden verließen die letzten Bremer Spieler am Dienstag den Trainingsplatz. Viele hatten nach dem eigentlichen Pensum noch ein individuelles Programm abgespult oder in Gruppen weitergeübt.

Ausgeruht und voller Selbstvertrauen

Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich vom Eigenantrieb seiner Mannschaft jedenfalls reichlich angetan, lobte den kollektiven Ehrgeiz. Für den Mittwoch bekamen die Spieler laut Baumann noch einmal frei, ehe man den "Schwung aus dem Frankfurt-Spiel" vom vergangenen Freitag dann in die Auswärtspartie am Sonntag (15:30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim 1. FC Köln mitnehmen wolle. "Durch die gute Leistung können wir mit Selbstvertrauen auftreten", sagte der Bremer Sportchef.

Für Werder könnte es der erste von zwei Matchbällen im Kampf um den Klassenerhalt sein. Der zweite folgt indes nur drei Tage später im Nachholspiel gegen Arminia Bielefeld. In der Tabelle stehen beide Gegner hinter den auf Platz zwölf rangierenden Bremern. Mit zwei Siegen würde man das Konto auf 32 Punkte aufbessern, stünde damit erst einmal im gesicherten Mittelfeld. Theoretisch. Bereits nach dem Frankfurt-Spiel machte Kohfeldt deutlich: "Ich sag's ganz klar und offen: Diese beiden Spiele sind mega-, megawichtig für uns."

Auch Profi Marco Friedl stimmte am Dienstag ähnliche Töne an: "Wenn wir zweimal punkten sollten, hätten wir eine Superwoche gehabt, in der wir uns belohnen können für die harte Arbeit." Andererseits könnte sich die Werder-Situation bei negativem Ausgang der beiden Schlüsselspiele freilich auch genau umgekehrt darstellen, wie Leonardo Bittencourt gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger ausführte: "Gewinnen wir, sind wir acht Punkte vor dem FC. Verlieren wir, ist der FC nur noch zwei Punkte hinter uns."

Wir freuen uns auf die nächsten Spiele, weil es um viel geht.

Marco Friedl

Dann käme erneut Druck auf, obwohl sich die Bremer bereits zum wiederholten Mal in einer Lage wähnten, weiter Luft auf die Abstiegsplätze gut machen zu können. Zu erinnern wäre da nur an das jüngste Auswärtsspiel in Sinsheim (0:4). Dauerbrenner Friedl (verpasste in dieser Saison keine Bundesliga-Minute) bekundete nun zumindest, dass er die aktuelle Situation nicht als erschwerend empfinde, im Gegenteil: "Wir freuen uns auf die nächsten Spiele, weil es um viel geht."

Tim Lüddecke