2. Bundesliga

Verfolgerduell in Paderborn - Anfang trifft auf Ex-Klub

2. Liga, 10. Spieltag: St. Pauli trifft dreimal in fünf Minuten - Aue jetzt Letzter

Bremer Blackout lässt Darmstadt jubeln - Nürnberg weiter ohne Niederlage

Klare Sache: Darmstadt feiert den Sieg gegen Werder Bremen.

Klare Sache: Darmstadt feiert den Sieg gegen Werder Bremen. picture alliance/dpa

Schmids Blackout entscheidet die Partie für Darmstadt

Für Bremens Trainer Anfang sowie die Spieler Mai und Rapp wurde die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zu keinem Triumphzug - im Gegenteil. Die erste Hälfte war über weite Strecken eine zähe Angelegenheit, die aber einen glanzvollen Höhepunkt für Darmstadt 98 kurz vor der Pause bot. Kapitän Holland traf aus der Distanz per Volleyschuss platziert in die rechte Ecke. Nach der Pause kam Werder besser ins Spiel und hatte schließlich durch einen Schuss von Schmid (Schuhen parierte) auch die erste gute Chance. Doch ein böser Patzer vom Ex-Darmstädter Rapp führte zum 2:0 durch Pfeiffer. Nur sechs Minuten später erhöhte der Stürmer auf 3:0 und die Partie war gelaufen.

Nürnberg bleibt auch in Dresden ungeschlagen

Der 1. FC Nürnberg bleibt weiter ungeschlagen und sicherte sich in Dresden einen knappen 1:0-Erfolg. Nach einem eher gemächlichen Beginn, nutzte der Club seine erste Chance zur Führung. Handwerker passte mit viel Übersicht auf Krauß, der aus kurzer Distanz per Direktabnahme zum 1:0 traf. Bis zur Pause blieb es aber dabei, dass beide Mannschaften das Risiko mieden und deshalb in der Offensive wenig passierte. Flotter ging es in den zweiten Abschnitt. Die beste Möglichkeit für die Hausherren ließ dabei Königsdörffer liegen. Vor allem in der Schlussphase zeigten sich die Franken zu passiv, retteten den knappen Vorsprung letztlich aber über die Zeit. 

Hansa lässt Sieg gegen Sandhausen liegen

Hansa hatte in der ersten Phase des Spiels gegen Sandhausen schon ein deutliches optisches Übergewicht und mehr Ballbesitz. Auch die erste dicke Chance verbuchten die Hausherren (Munsy ans Außennetz). Der Wachmacher? Offensichtlich. Denn nach einer halben Stunde nutzte der SVS seine erste Chance durch Sicker zur etwas schmeichelhaften Führung. Bissig kam Rostock nach dem Wechsel zurück und belohnte sich schnell: Verhoek erzielte das 1:1. Der zweite Treffer lag in der Luft, aber selbst eine Dreifachchance (Latte, Pfosten, drüber) wollte einfach nicht zur Führung und zum Sieg reichen. 

St. Pauli dreht in Heidenheim nach der Pause auf

Guido Burgstaller und Maximilian Dittgen

Trafen in Heidenheim beide doppelt: Guido Burgstaller (l.) und Maximilian Dittgen. imago images/Jan Huebner

Durch den vierten Sieg in Folge hat der FC St. Pauli seinen Vorsprung an der Spitze der 2. Liga auf drei Punkte ausgebaut. In Heidenheim lagen die Hamburger dabei zur Pause mit 0:1 zurück. Mohr hatte den FCH nach einer Reihe von Fehlern in der Gäste-Abwehr früh in Führung gebracht (4.). Nach dem Wechsel drehte St. Pauli allerdings mächtig auf - und binnen fünf Minuten durch Burgstaller (55./60.) und den eingewechselten Dittgen (56.) komplett die Partie. Am Ende hieß es 4:2 für das Team von Timo Schultz. 

Erzgebirge Aue muss weiter auf den ersten Sieg der Zweitliga-Saison warten. Beim Gastspiel in Karlsruhe hatten die Sachsen zwar vor der Pause zwei gute Chancen zur Führung. Die Tore machte nach dem Wechsel jedoch der KSC, für den Schleusener (46.) und Hofmann (67.) trafen. Nach einer Roten Karte gegen KSC-Torhüter Gersbeck gelang Barylla (83.) nur noch der Anschlusstreffer.

Aue rutschte damit sogar auf den letzten Platz der Tabelle ab, weil Ingolstadt gegen Kiel punktete. Beim Debüt ihres neuen Trainers Marcel Rapp köpfte Pichler (14.) die KSV Holstein in der ersten Hälfte in Führung, die der FCI durch Kutschke (46.) kurz nach Wiederanpfiff konterte. Zu mehr reichte es für die Ingolstädter allerdings nicht,  die Kieler hielten ihren Vorsprung bei vier Punkten.

Regensburg schockt Paderborn früh - Joker Pröger belohnt den SC

Regensburg jubelte am Freitagabend in Paderborn schon nach zwei Minuten, als Makridis mit einem platzierten Linksschuss die Führung für den Jahn erzielte. Die Ostwestfalen waren sichtlich geschockt, rappelten sich aber auf und drängten auf den Ausgleich. Vor allem im zweiten Durchgang wurde der SCP energischer, allerdings hielt SSV-Keeper Meyer seinen Kasten lange Zeit sauber. Dann aber kam Joker Pröger zum Abschluss und setzte den Flatterball aus 20 Metern ins lange Eck zum verdienten Ausgleich. In der Folge legte die Kwasniok-Elf nochmals eine Schippe drauf, doch gänzlich drehen konnte sie die Partie nicht mehr.

Hamburg gibt in Überzahl Spiel aus der Hand

Das Traditionsduell am Samstagabend zwischen dem Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf endete mit einem 1:1 Vor knapp 40.000 Zuschauern lagen die Vorteile zunächst auf Seiten des HSV. Glatzel nutzte gleich die erste Chance zur Führung (19.), sechs Minuten später flog Prib mit glatt Rot vom Platz. Doch die Fortuna biss sich in Hälfte zwei in die Partie zurück, letztendlich war es der eingewechselte Bozenik, der in der 71. Minute zum 1:1-Endstand traf.

Schatzschneider sieht nichts von Teroddes Knipser-Qualitäten - Schalke jubelt dennoch

Matchwinner in Hannover: Schalkes Kaminski.

Matchwinner in Hannover: Schalkes Kaminski. Getty Images

Vor dem Duell von Schalke in Hannover ging es nur um den Torrekord von S04-Torjäger Terodde - nach bisher 153 Treffern wollte er sich mit einem weiteren Tor zum alleinigen Zweitliga-Torschützenkönig aufschwingen, und das am besten vor den Augen des bisherigen Rekordhalters Dieter Schatzschneider. Doch der frühere Stürmer der 96er bekam an diesem Abend nichts von den Knipser-Qualitäten Teroddes zu sehen. Die Schalker waren zwar gegen offensiv enttäuschende Niedersachsen tonangebend und hatten auch die besseren Chancen, doch ins Schwarze trafen sie in der regulären Spielzeit nicht. Aydins Schuss landete im ersten Abschnitt am Pfosten, im zweiten Durchgang konnte sich 96 bei Torwart Zieler bedanken, der zwei Großchancen der Königsblauen zunichte machte. Dann aber schlug in der sechsminütigen Nachspielzeit - Zieler wurde lange an der Wade behandelt und schließlich ausgewechselt - die Stunde von Kaminski, der aus der Drehung heraus den vielumjubelten 1:0-Siegtreffer markierte.

Bremer Trio zurück in Darmstadt

Werder Bremen reist am Sonntag (13.30 Uhr) in den Südwesten der Nation - zum SV Darmstadt 98. Ein besonderes Aufeinandertreffen für Werder-Coach Markus Anfang, der in der vergangenen Saison noch bei den Lilien an der Bande stand und "noch einen guten Kontakt zu vielen im Funktionsteam" pflegt. Ähnlich geht es Nicolai Rapp, der gemeinsam mit Anfang in den Norden gewechselt ist: "Man freut sich immer, wenn man alte Weggefährten trifft." Mit Lars Lukas Mai kehrt sogar noch ein weiterer Ex-Darmstädter in Grün-Weiß zurück an alte Wirkungsstätte. Der Bundesliga-Absteiger ist weiter auf der Suche nach Konstanz. Nach zwei Siegen folgten zwei Niederlagen und jüngst ein 3:0-Erfolg in Heidenheim. Es wäre also wieder ein Dreier an der Reihe.

Zum Abschluss des Spieltags stehen zur gleichen Zeit am Sonntag noch die Partien Hansa Rostock - SV Sandhausen und Dynamo Dresden - 1. FC Nürnberg auf dem Programm.

kon

(Nicht mehr verwenden) Rekordtorjäger der 2. Liga