Bundesliga

Werder Bremens Zlatko Junuzovic: Der große Mutmacher

Nach Saisondebüt gegen den Hamburger SV

Bremens Junuzovic: Der große Mutmacher

Wieder zurück auf dem Feld: Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic.

Wieder zurück auf dem Feld: Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic. picture alliance

Der 30-Jährige übernahm sofort die Spielkontrolle als wäre er nie weg gewesen. Dank seiner Präsenz ging prompt ein Ruck durch die zuvor arg verzagten Reihen der Grün-Weißen. "Man hat direkt gesehen, wie wichtig Zladdi für die Mannschaft ist", urteilt Trainer Alexander Nouri treffend. Und: Auch verbal wurde Junuzovic nach Abpfiff zum großen Mutmacher.

Mit einem spektakulären Hackentrick spielte Junuzovic in der 71. Minute den glücklosen Fin Bartels völlig frei und sorgte so für Werders größte Chance der Partie. Doch dies war nur eine von etlichen Szenen, in denen der Österreicher imponierte. "Er hat immer wieder für gute Umschaltsituationen gesorgt", lobt Nouri.

Spielersteckbrief Junuzovic
Junuzovic

Junuzovic Zlatko

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Einwechslung Junuzivics wirkt Wunder

Vizekapitän Niklas Moisander (der auch nach Junuzovics Einwechslung die Binde behielt) schwärmt: "Mit Zladdi hat die Verbindung zwischen Mittelfeld und Sturm gepasst. Er ist einfach klasse in dieser Beziehung, und er hat die ganze Mannschaft mitgezogen." In der Tat wurde unter dem Anführer Junuzovic, unterstützt durch den zeitgleich eingewechselten und ebenfalls sofort präsenten Maxi Eggestein, der Großteil des Werder-Teams wie auf Knopfdruck selbstbewusster und dominanter.

Frank Baumann

Auch er liest das kicker-Sonderheft "Europas Top-Ligen": Bremens Manager Frank Baumann. kicker

Endlich wieder Fußball

Er habe "einfach Lust aufs Kicken" gehabt, gab Junuzovic nach seiner quälend langen Zwangspause zu Protokoll. Und mit dieser in nahezu jeder seiner Aktionen deutlichen Euphorie steckte er die Kollegen spürbar an. In dieser Phase zeigte sich, was für Werder weiterhin möglich wäre, wenn die Verunsicherung nach nun sieben Ligaspielen ohne Sieg mal über Bord geworfen würde.

Neuer Anlauf gegen Mönchengladbach

Speziell in Anbetracht der knapp 30 Minuten, die er mit dem auf dem Rasen agierte, war Junuzovics Einschätzung der Lage daher auch für Außenstehende absolut nachvollziehbar: "Wir haben noch kein Spiel gewonnen, damit steigt der Druck natürlich automatisch. Aber wir hatten in jedem Spiel die Möglichkeit auf drei Punkte, wir zeigen Woche für Woche unsere Qualitäten. Wir arbeiten generell gut, sind auf einem guten Weg. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Spielanlage Gladbach im nächsten Heimspiel schlagen können." Eine Bremer Hoffnung, die Junuzovic nach seinem Comeback verkörpert wie kein Zweiter.

Thiemo Müller

Bilder zur Partie Hamburger SV - Werder Bremen