Bundesliga

Breitenreiter über Rutter: "Das spricht für den Jungen"

Franzose hat sich festgespielt

Breitenreiter über Rutter: "Das spricht für den Jungen"

Georginio Rutter ist im Sturm neben Andrej Kramaric gesetzt.

Georginio Rutter ist im Sturm neben Andrej Kramaric gesetzt. IMAGO/HMB-Media

Jacob Bruun Larsen etwa oder "Mit-Rekordeinkauf" Munas Dabbur, denen derzeit nur die Joker-Rolle bleibt. Rutters generelle Vorteile gegenüber den beiden anderen sind offensichtlich: Dabbur ist ein Strafraumstürmer, Bruun Larsen kommt aus der zweiten Reihe oder vom Flügel - beide sind also festgelegter in ihren Rollen, Rutter insgesamt variabler. Dazu kommt seine Stärke im Dribbling. Die bekamen auch die Freiburger zu spüren, etwa als er sich kurz vor Schluss im Strafraum durchtankte. "Da wird er klar gehalten an der Schulter. Er spielt weiter. Wenn er zu Boden geht, bin ich mir sicher, dass es Elfmeter gibt. Es spricht aber auch für den Jungen, dass er die Situation weiterspielt und nicht auf Elfmeter geht", beschreibt André Breitenreiter die Szene.

Gewiss war der Trainer am Sonntag nicht mit allem einverstanden, was Rutter bot. Speziell im ersten Durchgang wirkte der Franzose verloren, bot zu wenig Wege an, im Besonderen in die Tiefe. Diese Mängel machte er in den letzten 30 Minuten wett. Auffällig: Das Zusammenspiel mit dem eingewechselten Muhammed Damar (18) klappte gut. Da könnte sich langfristig ein spannendes Duo finden, vorausgesetzt, die beiden Youngster bleiben stabil und auf dem Boden.

Rutter lässt sich als Klubbotschafter präsentieren

Rutter ist zwar ein extrovertierter Typ, zeigt sich in den sozialen Medien respektive lässt sich dort auch gerne als Klubbotschafter präsentieren. Durch schädliche Extravaganzen aber ist er bisher nicht aufgefallen, was für seine gute wie professionelle Einstellung spricht. Nachteilig ist es in dem Zusammenhang gewiss nicht, dass sein Sturmpartner Andrej Kramaric heißt. Denn der Kroate überzeugt seit jeher nicht nur als Fußballer, sondern auch als Muster an Demut.

Rutter verfügt insgesamt über das Potenzial, wie Kramaric eine Ära in der TSG-Offensive zu prägen, oder aber ein Verkaufsschlager zu werden. Nun muss er noch an seiner Quote arbeiten, die in der laufenden Saison mit nur einem Bundesligatreffer zu mau ausfällt. Zehn Tore bei insgesamt 49 Einsätzen in der deutschen Beletage sind für einen 20-Jährigen jedoch durchaus in Ordnung. Es dürften weitere folgen, schließlich hat er sich fürs Erste festgespielt, wobei mit Ihlas Bebou (Knieprobleme) ein starker Konkurrent aktuell verletzungsbedingt fehlt.

Benni Hofmann

Top-Note gegen Bayern, Gladbachs Riege, Kölns Joker: Die kicker-Elf des 7. Spieltags