2. Bundesliga

Braunschweiger Befreiungsschlag - Heidenheim meldet sich in Hannover zurück

Überblick: Auch Spitzenreiter Bochum patzt - St. Pauli im Zeichen des Z

Braunschweiger Befreiungsschlag - Heidenheim meldet sich in Hannover zurück

Braunschweig jubelt über den klaren Sieg in Osnabrück und verlässt Platz 16.

Braunschweig jubelt über den klaren Sieg in Osnabrück und verlässt Platz 16. picture alliance

Erfreuliche Rückkehr für Meyer: Braunschweig siegt klar in Osnabrück

Der VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig standen sich zum Abstiegskracher gegenüber. Dabei durften sich die Gäste über einen überraschend klaren, aber völlig verdienten 4:0-Auswärstssieg freuen, der den BTSV auf Platz 15 hievt und die Osnabrücker auf den Relegationsplatz drückt. Die bislang schwächste Offensive der Liga (23 Saisontreffer) zeigte an diesem Sonntag ein ganz anderes Gesicht: Abdullahi und Kobylanski schnürten einen Doppelpack und avancierten so zu Matchwinnern. Für Eintracht-Coach Daniel Meyer eine erfreuliche Rückkehr, nachdem der Coach wegen eines positiven Corona-Tests beim 0:2 auf St. Pauli fehlte.

2. Bundesliga - 28. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum VfL Bochum
54
2
Hamburger SV Hamburger SV
50
3
SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth
50
2. Bundesliga - Torjäger 2020/21
Hamburger SV Terodde Simon
20
SV Darmstadt 98 Dursun Serdar
17
VfL Bochum Zoller Simon
14

Würzburg darf weiter hoffen - Remis gegen Nürnberg

Der 1. FC Nürnberg startete sehr erfolgreich ins fränkische Derby in Würzburg, als Shuranov einen völlig verunglückten Querschläger von Kopacz einnickte. FCN-Abwehrmann Mühl hatte etwas später Glück, dass er nach der Notbremse gegen Munsy nicht mit Rot vom Platz flog, sondern nur die Gelbe Karte sah. Die Nürnberger hatten im zweiten Abschnitt eigentlich alles im Griff, verpassten aber auch, das zweite Tor nachzulegen. Die Strafe erfolgte in der Schlussphase, als die Kickers einen fragwürdigen Freistoß zugesprochen bekamen, der dann als Vorlage für das 1:1 durch Dietz herhalten durfte. Die Mittelfranken können nach dem vierten Spiel in Folge noch immer nicht gänzlich aufatmen, die Würzburger liegen sechs Zähler hinter dem Relegationsplatz (ein Spiel mehr ausgetragen).

Haraguchis Führung aberkannt - Heidenheim meldet sich zurück

Der 1. FC Heidenheim hat sich mit einem 3:1 in Hannover wieder leise im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Der FCH ging durch Buschs Hammer in Führung, doch die Hannoveraner schlugen durch Muslija zurück und wären durch Haraguchi eigentlich in Führung gegangen, doch der VAR kassierte den sehenswerten Kopfballtreffer, weil einige zeit zuvor eine Abseitsposition vorgelegen hatte. Die Heidenheimer schöpften dadurch neuen Mut und kamen durch Leipertz und Schimmer binnen vier Minuten (75., 79.) auf die Siegerstraße. Durch den Auswärtssieg liegt die Schmidt-Elf damit fünf Zähler hinter Platz zwei.

Ohne Zulj: Bochum geht in Paderborn baden

Das war nix: Bochums Robert Tesche in Paderborn.

Das war nix: Bochums Robert Tesche in Paderborn. picture alliance

Die für den Samstag angesetzten Partien Düsseldorf gegen Karlsruher SC und Holstein Kiel gegen Regensburg waren Corona-bedingt - wie schon das Freitagsspiel zwischen Fürth und Sandhausen - abgesagt worden, so stand die Partie des Spitzenreiters Bochum (ohne den gesperrten Spielmacher Zulj) in Paderborn (ohne den gesperrten Kapitän Schonlau) umso mehr im Mittelpunkt. Der SCP ließ den VfL kaum zur Entfaltung kommen, vielmehr traf Justvan in der 16. Minute den Pfosten. In Minute 36 war er jedoch erfolgreich, nachdem zuvor Michel an Keeper Riemann gescheitert war. Damit nicht genug: Nur drei Minuten später traf Michel nach optimalem Pass von Antwi-Adjei zum 2:0. Der Vorbereiter wurde in der 73. Minute zum Torschützen, womit die Messe in Paderborn endgültig gelesen war. Der VfL bleibt trotz der 0:3-Schlappe an der Spitze der Tabelle.

Zander, Zalazar, Zander

Das formstarke St. Pauli, Spitzenreiter der Rückrundentabelle, benötigte ziemlich genau 60 Sekunden, um in Aue in Führung zu gehen. Zalazars Freistoß rutschte durch zu Zander, der am langen Eck aus kurzer Distanz einköpfte. Die Hamburger waren gegen bemühte, aber glücklose Sachsen bis zur Pause das dominante Team, nachlegen konnten Burgstaller & Co. aber erst kurz nach Wiederanpfiff. Aue war erneut noch nicht mit den Gedanken bei der Sache, als Burgstaller für den am Strafraumrand lauernden Zalazar auflegte (49.). Als Zander wie schon beim ersten Treffer am langen Eck blank stand und diesmal per Fuß einnetzte, waren die Z-Festspiele endgültig perfekt - auch wenn Testroet sie in der 73. Minute mit dem Anschlusstreffer noch etwas störte. Die Kiez-Kicker bleiben damit in der Rückrunde das Maß aller Dinge.

Hamburgs Schlussoffensive nicht von Erfolg gekrönt

Glücklich in Hamburg: Darmstädter beim Torjubel.

Glücklich in Hamburg: Darmstädter beim Torjubel. imago images

In Hannover hatte der HSV eine 3:0-Führung verspielt und am Ende nur einen Punkt geholt, am Freitag sollte nun gegen Darmstadt wieder ein Dreier her - doch es kam anders. Nach ereignisarmer erster Hälfte startete der HSV zwar forsch in den zweiten Durchgang, wurde dann aber eiskalt ausgekontert - Berko (51.) traf für die Lilien, die kurz darauf durch Dursun gar nachlegten (60.). Hamburg rannte verzweifelt an und witterte nach einem Elfmeterpfiff neue Hoffnung, doch Teroddes Sturz hielt der VAR-Überprüfung nicht stand (72.). Dudziak sorgte schließlich doch noch für den Anschluss (78.) und schnupperte mit einem super Seitfallzieher sogar am Ausgleich. Weil die hanseatische Schlussoffensive letztlich aber doch verpuffte, entführten die Lilien drei Punkte aus dem hohen Norden - und verpassten damit dem HSV einen herben Schlag im Aufstiegsrennen.

kon