2. Bundesliga

Braunschweig distanziert sich von Bannern in der Südkurve

"Diffamierungen gehören nicht ins Stadion"

Braunschweig distanziert sich von Bannern in der Südkurve

Auffällig beim Heimspiel gegen Fürth: Die Fans von Eintracht Braunschweig.

Auffällig beim Heimspiel gegen Fürth: Die Fans von Eintracht Braunschweig. imago images

Nach der knappen 0:1-Heimniederlage gegen Fürth bleibt Braunschweig tief im Tabellenkeller der 2. Bundesliga stehen. Nur weil Osnabrück, das am Freitagabend mit 0:4 beim FC Schalke 04 verloren hatte, erst sieben Punkte gesammelt hat, steht die Eintracht nicht auf dem letzten Tabellenplatz. Acht Punkte sind es bereits auf den Relegationsplatz, den Hansa Rostock aktuell innehat - die Kogge bestreitet ihr 15. Ligaspiel allerdings erst am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in Karlsruhe.

Ärger gibt es in Braunschweig zudem einmal mehr mit der aktiven Fanszene. In einem am späten Samstagnachmittag veröffentlichten Statement schreibt der BTSV: "In der zweiten Halbzeit des Heimspiels von Eintracht Braunschweig gegen die SpVgg Greuther Fürth hingen ab der Halbzeitpause für knapp 20 Minuten ein großes sowie im Laufe des Spiels zwei weitere Banner mit der Aufschrift 'ACAB' in der Südkurve."

Dem Verein sei "durchaus bewusst, dass das Verhältnis zwischen aktiven Fanszenen und der Polizei bundesweit oftmals schwierig ist, das rechtfertigt aber diese Aussagen in keinster Weise. Kritische Äußerungen sind im Eintracht-Stadion zugelassen, Beleidigungen und Diffamierungen nicht. Dies gilt auch gegenüber der Polizei." Aus diesem Grund distanziere sich der Klub "entschieden von den Aussagen dieser Banner".

Mögliche strafrechtliche Konsequenzen geprüft

Warum die Banner nicht unmittelbar entfernt worden sind, erklärt der BTSV auch: "Gemeinsam mit Polizei und Ordnungsdienst wurde die Entscheidung getroffen, die Banner nicht aus dem Block zu entfernen, um die Situation nicht eskalieren zu lassen." Der Vorletzte der 2. Bundesliga kündigte an, den Vorfall "gemeinsam mit den entsprechenden Netzwerkpartnern" aufzuarbeiten. Auch mögliche strafrechtliche Konsequenzen werden durch die Polizei geprüft.

msc