DFB-Pokal

Brandt: "So etwas schweißt zusammen"

Dortmunder Freude über späten Pokaltriumph

Brandt: "So etwas schweißt zusammen"

Moment der Entscheidung: Julian Brandt (re.) köpft zum 2:1 ein.

Moment der Entscheidung: Julian Brandt (re.) köpft zum 2:1 ein. imago images

"Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen, aber die Reaktion nach dem Gegentor war gut, dass wir das Spiel noch gedreht haben. So etwas schweißt zusammen", meinte Julian Brandt bei "Sky" nach der Partie, die der Nationalspieler mit zwei Toren binnen drei Minuten zwischen der 77. und 79. Minute selbst zugunsten des BVB gedreht hatte. Gerade die Entstehung der Treffer - ein doppelt abgefälschter Schuss zum 1:1 und dann ein für ihn eher ungewöhnlicher Kopfballtreffer - passe "perfekt zu so einer Phase", sagte der 23-Jährige. Vor seinen beiden Toren hatten die Westfalen zwei Spiele lang gar nicht getroffen gehabt (0:2 bei Inter, 0:0 im Derby in Gelsenkirchen).

"Solche Spiele, schwierige Spiele geben einem besonders viel Selbstvertrauen. Wir sind eine junge Mannschaft und müssen definitiv noch viel lernen und machen auch nicht alles richtig, auch nicht heute. Wenn man es dann trotzdem schafft, ist es Balsam für die Seele und tut der Mannschaft gut. Und wenn du gewinnst, dann wird der Druck natürlich auch weniger", freute sich Brandt.

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Routinier Lukasz Piszczek (34) wiederum hob gerade Brandt hervor. "Ich freue mich für 'Jule', dass er zwei Tore gemacht hat. Denn er ist nicht nur ein sympathischer junger Kerl, sondern auch ein sehr guter Fußballer", meinte der Pole, der die Partie ähnlich nüchtern analysierte wie Brandt: "Wir haben nicht viel zugelassen, Gladbach auch nicht. Wir konnten die Räume nicht finden. Nach dem 0:1 mussten wir mehr investieren, ein bisschen offensiver spielen und mehr Risiko gehen. Da wurden wir dann belohnt."

Mit Humor nahm Piszczek die Tatsache, dass BVB-Coach Lucien Favre sich beim Jubeln nach dem 2:1 plötzlich an den Oberschenkel griff. "Vielleicht ein Faserriss", diagnostizierte er grinsend. Deutlich ernster wurde Piszczek im Hinblick auf den kommenden Gegner VfL Wolfsburg: "Der Sieg heute tut uns gut, wir wissen aber, dass wir schwere Spiele vor uns haben. Wolfsburg hat (in der Bundesliga; d.Red.) noch kein Spiel verloren, es wird Zeit am Samstag."

jom

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