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2G-Organisation unzumutbar: FLB läutet Winterpause ein

"Kurzfristige 2G-Organisation für Vereine unzumutbar"

Brandenburg schickt Teams in den Winterschlaf

Kurzfristig ist den Vereinen die Umsetzung von 2G unzumutbar, so der FLB. Im neuen Jahr könnte dies aber anders aussehen.

Kurzfristig ist den Vereinen die Umsetzung von 2G unzumutbar, so der FLB. Im neuen Jahr könnte dies aber anders aussehen. imago images/Pressefoto Baumann

Mit dem Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) schickt ein weiterer Landesverband seine Vereine in die Winterpause. "Der Verband stuft eine ordnungsgemäße Durchführung des Spielbetriebes und der damit einhergehenden kurzfristigen Organisation zur Einhaltung der 2G-Regelung durch die Vereine als unzumutbar ein", begründet der FLB den Schritt. Vorerst ist geplant, die Spielzeit in allen Altersklassen bis 31. Dezember zu unterbrechen. Offiziell hätten unter dem Dach des FLB in diesem Jahr noch vier Pflichtspiele ausgestanden. 2022 soll der Spielbetrieb dann abhängig von den jeweiligen Rahmenterminkalendern wieder aufgenommen werden. Schon jetzt kündigte der FLB an, dies gegebenenfalls auch mit der erforderlich 2G-Regelung zu tun, insofern diese bis dahin noch von Bedeutung ist. Der Trainingsbetrieb ist davon nicht betroffen. Dieser stehe den Vereinen unter den in der aktuellen Eindämmungsverordnung genannten 2G-Bedingungen frei.

"Zunächst bleibt festzustellen, dass uns die Möglichkeit gegeben war, unter veränderten Rahmenbedingungen in allen Altersklassen und Spielebenen des Verbandes den Fußballsport auch weiter betreiben zu dürfen", wird FLB-Präsident Jens Kaden auf der Homepage des Landesverbandes zitiert. Dennoch könne er seine Enttäuschung nicht verbergen, dass wiederum eine Entscheidung der politischen Ebene getroffen worden sei, ohne den Verband im Vorfeld mit einzubeziehen bzw. Gehör zu verschaffen. "Bedingt durch die Kurzfristigkeit, ab der diese Maßnahmen gelten, ist der erlaubte Spielbetrieb erschwert, was auf den unterschiedlichen Impfstatus auch von Spieler*innen und Schiedsrichter*innen zurückzuführen ist." Die Impfquote in Brandenburg liegt derzeit bei 61,8 Prozent.

Weiter sagt Kaden: "Für die fast 100.000 Mitglieder und den vielen weiteren ehrenamtlichen Unterstützern, die Woche für Woche das Training und für die Wochenenden die Spiele organisieren, ist es mit dieser kurzen Vorlaufzeit zum anstehenden Spielwochenende weder möglich noch verantwortbar, die nunmehr geltenden Bestimmungen im jetzigen Status quo umzusetzen bzw. diese Hürde auf die Vereine zu übertragen." Berechtigte Nachfragen stünden im Raum, klärende Erläuterungen fehlen und es sei schlicht und ergreifend unzumutbar, es durch die ehrenamtlich geführten Vereine in der Kürze der Zeit bestimmungsgerecht und vertretbar umzusetzen. "Dieser Sorge sind wir uns bewusst, gleichwohl darüber noch die Sorge über die Gesundheit der Menschen und der gemeinsame harte Kampf gegen den Virus steht", so der FLB-Präsident abschließend.

dw

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