Bundesliga

Botschaft an Damar & Co.: "Klar in der Birne bleiben"

TSG-Breitenreiter lobt und fordert

Botschaft an Damar & Co.: "Klar in der Birne bleiben"

Große Hoffnungen: Hoffenheims Talent Muhammed Damar.

Große Hoffnungen: Hoffenheims Talent Muhammed Damar. IMAGO/Treese

Das zeigten sie nicht zuletzt in der Länderspielpause. Fisnik Asllani etwa traf für die deutsche U 20, Tom Bischof für die U 18, Muhammed Damar gar dreimal für die U 19 des DFB. Letztgenannter wirbelte jüngst in der Schlussphase beim 0:0 gegen den SC Freiburg. "Alle Jungen entwickeln sich stetig weiter in dieser Saison", lobt André Breitenreiter.

Der Coach möchte das nicht alleine auf Damar reduzieren und nennt exemplarisch neben Asllani oder Bischof auch Georginio Rutter, mittlerweile Stammkraft, und Eduardo Quaresma, der noch auf seine ersten Bundesligaminuten wartet. "Wenn man sich die Nachwuchsländerspiele angesehen hat, ist die TSG, glaube ich, der Verein mit den meisten Abstellungen der U-Nationalspieler. Das spricht für die Philosophie des Vereins und die Arbeit der letzten Jahre", findet Breitenreiter.

Was die Liga-Minuten für die Youngster angeht, hinken die Kraichgauer ihrem eigenen Anspruch, Top-Ausbilder sein, momentan aber noch hinterher. Andererseits: Als Tabellenvierter hat Breitenreiter vor der Partie am Sonntag bei Hertha BSC (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) kaum Grund, etwas an der aktuellen Hierarchie zu ändern.

Ich wollte ihn vom ersten Trainingstag an dabeihaben.

André Breitenreiter über Damar

Dass allerdings Damar bereits auf drei Joker-Einsätze kommt, ist durchaus bemerkenswert. Schließlich war er zunächst für die U 23 vorgesehen. Bei den Transfergesprächen im Sommer dürfte es jedoch um die Option Profiteam gegangen sein. Denn dem Vernehmen nach verließ der Mittelfeldmann Eintracht Frankfurt, weil ihm dort kurzfristig keine Perspektive in der Bundesliga eröffnet worden sein soll. Breitenreiter sagt über Damar: "Ich wollte ihn vom ersten Trainingstag an dabeihaben."

Und das Talent hat des Trainers Eindrücke von seinem Können ganz augenscheinlich bestätigt. "Ja, er hat noch sehr viel Arbeit vor sich, in ihm schlummert sehr viel Potenzial. Er ist gerade 18. Wir werden ihn langsam heranführen, so wie alle anderen Jungen auch. Ich werde ihn nicht auf ein Podest stellen und zu groß machen. Dafür ist er noch viel zu weit weg", mahnt der Coach, der für die Jungen eine klare Botschaft bereithält: "Wenn sie klar in der Birne bleiben und auch die Spiele in der U 19 und U 23 professionell angehen, dann werden sie bei mir die nächsten Schritte machen, weil sie auch die Qualität dafür haben."

Spätestens dann dürfte die TSG auch in der Altersstatistik in erwünschte Gefilde vordringen, sieht man sich doch seit jeher als ein Klub, der herausragende Talente weiterentwickeln möchte.

Benni Hofmann

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