Bundesliga

Bosz: "Da müssen noch andere Spieler kommen"

Leverkusens Trainer fordert nach Havertz-Abgang Verstärkung für die Offensive

Bosz: "Da müssen noch andere Spieler kommen"

Leverkusens Trainer Peter Bosz fordert weitere Verstärkung des Kaders.

Leverkusens Trainer Peter Bosz fordert weitere Verstärkung des Kaders. imago images

Das erste Pflichtspiel der neuen Saison stand nur kurz im Mittelpunkt. "Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Aber es ist auch in der Vorbereitung auf die weitere Saison ein wichtiges Spiel. Es ist das zweite Spiel nach Anderlecht (1:1, Anm. d. Red.). Wir müssen weiterkommen und versuchen, an unserer Spielweise zu arbeiten", erklärte Peter Bosz am Freitag zur Bedeutung der Partie gegen den Regionalligisten Norderstedt.

Bosz: "Schick wird im Kader sein. Davon gehe ich aus"

Am Sonntag wird auch der am Dienstag frisch verpflichtete Mittelstürmer Patrik Schick dabei sein, der am Mittwoch erklärt hatte, dass er mangels Vorbereitung nicht wirklich bereit für die Partie sei. Doch Bosz sieht den Tschechen in einem ausreichenden Zustand. "Er wird im Kader sein. Davon gehe ich aus. Obwohl er erst zweimal mit uns trainiert hat", so der Niederländer, "was ich heute gesehen habe, war gut. Dann kann er dabei sein. Er macht einen positiven Eindruck."

Volland und Havertz standen für 60 Scorerpunkte

Schick soll und dürfte auf Sicht die Lücke füllen, die Kevin Volland mit seinem Wechsel nach Monaco hinterließ. Für die, die Kai Havertz mit seinem Transfer zum FC Chelsea riss, sieht der Trainer noch Handlungsbedarf. Kein Wunder, schließlich hatte er zuletzt vorgerechnet, dass Bayer durch Volland und Havertz rund 30 Tore und genauso viele Vorlagen verloren gingen.

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Bosz machte seine Position klar. Er möchte noch einen neuen torgefährlichen Akteur außer Schick. "Wenn wir da über 60 Scorerpunkte reden und denken, dass Patrik das alleine schafft, dann glaube ich das nicht", stellte er eindeutig fest, "es wäre super, wenn er 30 Tore schießt und 30 Torvorlagen gibt, aber es wird nicht so sein. Wir müssen uns da als Mannschaft verbessern, mehr Tore erzielen, mehr Großchancen herausspielen."

Und im Nachsatz ließ er keine Zweifel daran aufkommen, dass er von Geschäftsführer Rudi Völler und Sportdirektor Simon Rolfes weitere Verstärkung für die geschwächte Offensive erwartet: "Ich glaube nicht, dass es bei Patrik bleibt. Da müssen noch andere Spieler kommen. Daran arbeiten wir. Darüber bin ich mit Rudi und Simon im Austausch. Da wird noch etwas kommen." Eine eindeutige Forderung, die auch schlüssig ist, wenn Bosz die hohen Ziele des Klubs, die die Qualifikation für die Champions League alternativlos beinhalten, auch erfüllen können soll.

Boszs Motto: Mit Geduld Klasse statt Masse holen

Leverkusens Trainer weiß, dass er nur mit hochkarätigen Zugängen die Erwartungen erfüllen kann. Sein Motto: Mit Geduld Klasse statt Masse holen. "Ich brauche keine Quantität, ich brauche Qualität", betonte der 56-Jährige, "wenn es ein bisschen länger dauert und wir diese Qualität bekommen können, dann müssen wir ein bisschen warten. Es geht um das richtige Momentum."

Noch ein Linksfuß fürs Abwehrzentrum?

Das könnte sich auch noch im Abwehrzentrum ergeben. Bosz erhofft sich auch hier noch Verstärkung, auch wenn derzeit noch ein Überangebot besteht. "Wir haben sechs Innenverteidiger", rechnet der Trainer vor, um dann darauf hinzuweisen, dass hier auch vom Profil her Handlungsbedarf besteht. Der Trainer hätte gerne einen Linksfuß für diese Position.

Innenverteidigern wie Tin Jedvaj oder Panagiotis Retsos, die derzeit etwa auf Position 5 oder 6 rangieren, legte er durch die Blume einen Wechsel nahe. "Alle Sechs sind Rechtsfüße, dann wird es für die Spieler schwieriger als auf anderen Positionen." Die Transferzeit hat für Bayer 04 gerade erst begonnen.

Stephan von Nocks

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