Bundesliga

Vorschau 5. Spieltag Bundesliga: "Böse Jungs" in Stuttgart - Noch einer für Lewandowski?

BVB mit sicherem Heimsieg? - Hertha schlägt auch den zweiten Aufsteiger

"Böse Jungs" in Stuttgart - Aha-Erlebnis für die Kölner - Bei Lewandowski geht noch einer

Rekord-Rotsünder bei Stuttgart gegen Leverkusen, Kölns Steffen Baumgart in neuer Rolle und Robert Lewandowski vor der nächsten Marke.

Rekord-Rotsünder bei Stuttgart gegen Leverkusen, Kölns Steffen Baumgart in neuer Rolle und Robert Lewandowski vor der nächsten Marke. imago images (3)

Hertha - Fürth: Ekkelenkamp braucht nur 87 Sekunden - Bauer ganz bitter

Hertha BSC feierte einen am Ende verdienten Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth, der allerdings glücklich zustande kam. Nachdem die Mittelfranken durch Hrgotas Elfmetertor erstmals in dieser Saison in Führung gegangen waren, steigerten sich die Berliner mächtig und schlugen dank Joker Ekkelenkamp zurück - der Niederländer brauchte nur 87 Sekunden, um nach seiner Einwechslung zu jubeln. Der Siegtreffer fiel dann nach Richters Flanke durch den Fürther Abwehrspieler Bauer, der beim Klärungsversuch den Ball in die eigenen Maschen lenkte. Mit dem 2:1 schlägt die Dardai-Elf den zweiten Aufsteiger (zuletzt 3:1 in Bochum) in Folge.

Bayern - Bochum: Lewandowski - einer geht noch!

Die Münchner sind unter Trainer Julian Nagelsmann mittlerweile in der Hansi-Flick-Form angekommen. Das 3:0 in Barcelona unterstrich dies eindrucksvoll - es war Bayerns sechster Pflichtspielsieg in Folge. Sollten Sie glauben, dass Robert Lewandowski schon alle Rekorde gebrochen hat, dann täuschen Sie sich. Einer geht noch! Trifft die Tormaschine auch gegen Bochum, dann hätte der 33-Jährige im 13. Heimspiel in Folge eingenetzt - und Jupp Heynckes und Gerd Müller wären eine weitere Liga-Bestmarke los. Bochum - das ist natürlich für Leon Goretzka ein besonderes Spiel. Als der jetzige VfL-Coach Thomas Reis seine Bochumer Phase als Profi 2003 beendete, war "Steppke" Goretzka schon zwei Jahre für den Revierklub am Ball. Gegen seinen Heimatverein spielte der 26-Jährige aber erst einmal - im DFB-Pokal 2019

Mainz - Freiburg: Böses Omen für den SC und eine kuriose VAR-Anekdote

In den Gewässern, in denen der FC Bayern fischt, schwimmen aktuell auch der 1. FSV Mainz (neun Punkte) und der SC Freiburg (acht Punkte) herum. Können die beiden Klubs die vermeintlich großen Fische längerfristig ärgern? Immerhin sind die Breisgauer bisher ungeschlagen, was dem SC bisher nur zweimal unter der damaligen Trainerlegende Volker Finke gelang. Böses Omen: Als die Freiburger das zuletzt 2004/05 schafften, stiegen sie hernach mit 18 Zählern Rückstand  auf Platz 15 krachend in die 2. Liga ab. In kurioser Erinnerung blieb das Duell in der Premierensaison des Videobeweises: Am 30. Spieltag der Spielzeit 2017/18 wurden beide Mannschaften nochmal aus der Halbzeitpause geholt, weil Schiedsrichter Guido Winkmann einen Elfmeter vom Kölner Keller nachgereicht bekam.  

Augsburg - Mönchengladbach: Heimschwäche trifft Auswärtsschwäche

Heimschwäche trifft Auswärtsschwäche - das ist das Motto der Partie zwischen dem FC Augsburg und Mönchengladbach. Die Fuggerstädter haben zuhause noch nicht gepunktet, die Fohlen konnten in der Fremde noch nichts Zählbares entführen. Gerade für Gladbachs neuen Trainer Adi Hütter ist auswärts der Wurm drin: Der Österreicher verlor saisonübergreifend die jüngsten fünf Auswärtspartien - für ihn ist das schon bisher nie dagewesenes Negativerlebnis in der Bundesliga.

Bielefeld - Hoffenheim: Kramers Kaltstart bei der TSG und die 50 für Hoeneß

Wenn Arminia Bielefeld gegen die TSG Hoffenheim spielt, gibt es Bemerkenswertes zu den beiden Trainern. DSC-Coach Frank Kramer startete etwas ungewollt seine Bundesliga-Karriere, nachdem er zwischen 2011 und 2013 die zweite Mannschaft der TSG betreute und im Dezember 2012 kurzfristig Markus Babbel bei den Profis ersetzte - mit Niederlagen in Hamburg und Dortmund allerdings blieb er allerdings punktlos. Sebastian Hoeneß, sein Gegenüber am Samstag, absolviert in Ostwestfalen sein 50. Bundesligaspiel mit den Hoffenheimern - und weist mit 18 Siegen, 15 Remis und 16 Niederlagen eine positive Bilanz auf.

Köln - Leipzig: Hoppla, der FC ist Favorit?

Dass der 1. FC Köln gegen RB Leipzig mal leicht favorisiert in ein Bundesligaspiel geht, dürfte für die Domstädter auch ein neues Gefühl sein. Vor allem in einem Duell gegen RB Leipzig. Ist es möglicherweise am Samstag soweit? Während der Geißbock-Klub unter Trainer Steffen Baumgart bisher als homogenes Gebilde auf dem Platz agierte, kommen die Sachsen mit bereits drei Niederlagen eher gebeutelt daher. Zudem haben die Kölner recht gute Erinnerungen an RB, denn in der vergangenen Spielzeit läutete ein 2:1-Heimsieg die Aufholjagd im Abstiegskampf ein, nachdem zuvor neunmal nicht gewonnen werden konnte. Für die Leipziger war jener 20. April der Anfang einer Negativspirale, denn seither konnten sie auswärts kein einziges Pünktchen mehr holen. Am Samstagabend um 18.30 Uhr will RB-Coach Jesse Marsch diesen Trend beenden.

Fußballspruch des Jahres 2021: Goretzka ist gleich zweimal nominiert

Stuttgart - Leverkusen: "Böse Jungs" unter sich

Die häufigsten Rotsünder der Bundesliga-Geschichte treffen sich am Sonntagnachmittag in Stuttgart. Als der VfB-Abwehrspieler Waldemar Anton zuletzt in Frankfurt die Rote Karte sah, zogen die Schwaben mit den Leverkusenern in dieser wenig ruhmvollen Kategorie gleich. Beide Klubs mussten schon jeweils 77-mal einen direkten Platzverweis hinnehmen. Ebenso unschön sind Pellegrino Matarazzos Erinnerungen an das letzte Duell mit Bayer. Denn niemals zuvor kassierten die Stuttgarter unter ihrem Coach fünf Gegentore wie eben beim 2:5 Anfang Februar, als Demirbay eine Leverkusener Gala eröffnete.

Dortmund - Union: Heimsieg geht klar - und ein besonderer Moukoko-Moment

Wenn Borussia Dortmund gegen Union Berlin spielt, gewinnt immer die Heimmannschaft. Besonders schmerzhaft traf dies die Eisernen in ihrer Premierensaison in der Bundesliga 2019/20, als der BVB - damals ziemlich frisch mit Erling Haaland - mit 5:0 über Urs Fischers Team hinwegrollte. Für die Köpenicker stellt dies nach wie vor die höchste Bundesliga-Pleite dar. Als die Unioner dann mal wieder ein Heimspiel gegen den BVB gewannen, durfte sich immerhin Borussias Edel-Juwel Youssoufa Moukoko in die Geschichtsbücher eintragen. Beim 1:2 am 18. Dezember 2020 wurde er mit 16 Jahren und 28 Tagen der jüngste Torschütze der Bundesliga-Historie.

Wolfsburg - Frankfurt: Glasner historisch schlecht bei der Rückkehr

Natürlich kann es beim letzten Spiel des 5. Spieltags zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt nur um Oliver Glasner gehen. Der letztjährige VfL-Coach führte die Niedersachsen in die Königsklasse und spielt mit seinem jetzigem Arbeitgeber in der Europa League. Bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte (20219-2021) will der Österreicher vor allem seinen Negativlauf von sechs sieglosen Bundesligaspielen in Folge beenden. Der Wolfsburger Luca Waldschmidt trifft mit der SGE auf den Verein, für den er seine ersten 15 Bundesligaspiele absolvierte, und  Maximilian Arnold hat die Chance, mit seinem Boss Marcel Schäfer gleichzuziehen. Spielt der Mittelfeldspieler auch am Sonntagabend für den verlustpunktfreien Spitzenreiter (Vereinsrekord), absolviert er sein 256. BL-Spiel für den VfL - bis zum Rekordspieler Diego Benaglio fehlen ihm dann nur noch drei weitere Einsätze.

bst