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BMW M3 und M4 Coupé: Starke Bayern

Bis zu 510 PS stark, maximal 290 km/h schnell - Marktstart im März - Preise ab 82.500 Euro

BMW M3 und M4 Coupé: Starke Bayern

Gütesiegel: Der Buchstabe "M" adelt auch den neuen 3er-BMW und dessen Coupé-Derivat, den 4er (Foto), wieder zum extrastarken Sportler.

Gütesiegel: Der Buchstabe "M" adelt auch den neuen 3er-BMW und dessen Coupé-Derivat, den 4er (Foto), wieder zum extrastarken Sportler. Hersteller

Da stehen sie nun vor uns, die starken Racer: Der M3 einerseits und das M4 Coupé andererseits. Bullige Optik im "Race Car Look", auffällig nicht nur von vorn, sondern auch in der Heckansicht, hier fallen die vier mächtigen Endrohre der Auspuffanlage ins Auge. Die Inneneinrichtung zeigt den stilvollen "M-Carbon"-Trimm, die Armaturen wirken ebenso beeindruckend wie das spezielle Lenkrad.

In 3,9 Sekunden auf Tempo 100

Zunächst ist aber das Einfädeln in die straff gepolsterten Sitzschalen angesagt, die jetzt zehn Kilo weniger wiegen als beim Vorgänger. Startknopf drücken, der Motor brüllt auf. Je nach Ausführung sind 353 kW/480 PS oder gar 375 kW/510 PS geboten, letzteres im "Competition"- Modell, das obendrein brachiale 650 Newtonmeter Drehmoment produziert, gegenüber dem Vorgänger bedeutet das ein Plus von 100 Newtonmetern. In sagenhaften 4,2 beziehungsweise 3,9 Sekunden schnellt die Tachonadel von Null auf Tempo 100. Oha, Nacken und Rücken lassen grüßen!

Erst bei 290 km/h soll Schluss sein mit der Performance, aber das steht heute nicht auf dem Plan. Wir lassen die Achtgangautomatik schalten, auf Wunsch liefert BMW auch ein manuelles Getriebe. Auf die Waage bringt der M4 Competition mit der leichteren Carbon-Bremse rund 1670 Kilo. Ausstattungsbedingt soll das Auto um gut 50 Kilo zulegt haben. Gewichtszunahmen haben die M-Spezialisten nicht so gern, aber allein zwölf Kilo entfallen auf zusätzliche Versteifungsstreben.

BMW M4

Kraftraum: So sieht es im Cockpit des "Competition"-Modells aus. Hersteller

Aber jetzt erst mal ab auf den kleinen Renn-Kurs, der uns die extrem steife Karosseriestruktur, die rasante Beschleunigung und die zupackenden Bremsen vor Augen führt. Einstellbar sind unter anderem drei Fahrstufen: "Comfort", "Sport" und, für den Profi, "Sport Plus". Probieren wir, ebenso wie das DSC mit Dynamik-Modus und neuer, zehnstufiger Traktionskontrolle.

Nasskreisel und Rennstart

Zum Austesten des "M-Drift-Analysers" kommt der Autor dieser Zeilen dann nicht mehr. Immerhin gelingt es auf dem Nasskreisel ein bisschen, den Hammer-BMW ausschließlich mit dem Gaspedal zu lenken - wenigstens eine knappe Runde lang. Optional kann sogar ein "Race-Paket" geordert werden, vor allem von denjenigen, die gern auf Rennstrecken wie der Nürburgring-Nordschleife ihre schnellen Runden drehen. Heute bleibt die entsprechende Teststation außen vor, aber alles, was sich sonst mit dem Muskeltypen auf dem stillgelegten Flugplatz Maisach nahe München erfahren lässt, begeistert tatsächlich - ob es über den Rundkurs oder durch die Pylonengasse geht, ob Slalomabschnitt, Nasskreisel oder Rennstart absolviert werden.

Verbrauch? Nun ja: 10,2 l/100 km im Mix sind einzukalkulieren, das entspricht beim M3 Competition immerhin einer CO2-Emission von 234 g/km.

Auch preislich haben es die neuen M-Modelle in sich, egal, ob es um den viertürigen M3 (ab 82.500 Euro) geht oder um das M4 Coupé (ab 84.000 Euro). Für den stärkeren "Competition" fallen jeweils 7000 Euro Zuschlag an. Das "Track"-Paket mit Carbon-Bremse, Trackreifen (bis 20 Zoll möglich), Schalensitzen und einer von 250 auf 290 km/h erhöhten Topspeed kostet schlappe 15.109 Euro.

BMW M3

Es lebe der Sport: Der BMW M3 bedient sich eines bis zu 510 PS starken Dreiliter-Sechszylinders. Hersteller

Alltagstauglich sind die "M-Granaten" allemal, nicht nur wegen des 440 beziehungsweise, beim M3, 480 Liter großen Gepäckabteils. Die starken Bayern werden erneut ihre Fan-Gemeinde finden, vor allem in den USA, wo die M-Modelle zuletzt 30 Prozent des Absatzes ausgemacht haben. Die M-Motorsportabteilung macht den BMW Freude: Das vergangene Jahr hat sich trotz aller Widrigkeiten als das erfolgreichste erwiesen, 144.000 Einheiten konnten abgesetzt werden.

Da kommt noch mehr

Weitere Power-Varianten hat BMW M schon in der Pipeline: Ab Sommer folgen dem heckgetriebenen M3 und M4 die Allradversionen. Voraussichtlich im Herbst soll dann das M-Modell vom Vierer-Cabrio und der M3 als Kombi "touring" folgen.

Ingo Reuss

BMW M3 und M4 Coupé in Kürze:

Wann sie kommen: Auslieferung ab März 2021

Wen sie ins Visier nehmen: Audi RS4, Mercedes C 43 AMG

Was sie antreibt: Dreiliter-Reihensechszylinder-Benziner mit 353 kW/480 PS und 375 kW/510 PS

Was sie kosten: M3 ab 82.500 Euro, M4 Coupé ab 84.000 Euro.

Was noch folgt: Allradversionen, Cabrio, Kombi M3 touring

BMW M3 und M4 Coupé: Querdynamiker