Bundesliga

Union Berlin - Bjelica vor Bundesliga-Premiere: "Kein Druck auf die Stürmer"

Becker könnte 2023 noch auf den Platz zurückkehren

Bjelica vor Bundesliga-Premiere: "Wir üben keinen Druck auf die Stürmer aus"

Nach dem spielfreien Wochenende wartet endlich die Bundesligapremiere: Unions neuer Trainer Nenad Bjelica (M.)

Nach dem spielfreien Wochenende wartet endlich die Bundesligapremiere: Unions neuer Trainer Nenad Bjelica (M.) IMAGO/Matthias Koch

Beim 1. FC Union Berlin warten die Fans nach 16 Pflichtspielen ohne Sieg hintereinander auf ein Erfolgserlebnis. Dies soll nun Trainer Nenad Bjelica am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) herbeiführen, der das Zepter bei den Eisernen nach dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:1) von Interimstrainer Marco Grote übernommen hatte.

Seine Pflichtspiel-Generalprobe feierte Bjelica schon am 29. November in der Champions League bei Sporting Braga (1:1). Sein eigentliches Bundesliga-Debüt fiel am letzten Wochenende aus, weil die Partie bei Bayern München vom Schnee verweht wurde.

Es war die erste Woche, in der wir gut arbeiten konnten. Der Teamgeist ist zu spüren auf dem Platz.

Nenad Bjelica

Darüber war Bjelica gar nicht so traurig, weil Union die englische Woche in den Kleidern hing. Jetzt scheinen die Mannschaft und der Trainer des Tabellenletzten besser auf die Bundesliga-Premiere des frisch verpflichteten Fußball-Lehrers vorbereitet zu sein. "Ich freue mich sehr auf das erste Heimspiel im vollen Stadion. Es war die erste Woche, in der wir gut arbeiten konnten. Der Teamgeist ist zu spüren auf dem Platz", sagte Bjelica am Freitag auf der Pressekonferenz. "Wenn ein neuer Trainer kommt, herrscht eine andere Atmosphäre. Jeder versucht sein Bestes zu geben. Wir haben viel gearbeitet und gesprochen."

Trainingsfokus auf die Chancenverwertung

Bjelica versuchte, von den Spielern Informationen zu erhalten, warum die letzten Monate so schlecht gelaufen sind. Ob die richtigen Lösungen gefunden worden seien, werde man erst beim Spiel sehen, meinte der 52 Jahre alte Kroate.

Im Gegensatz zum früheren Erfolgstrainer Urs Fischer ließ Bjelica das Abschlusstraining am Nachmittag stattfinden. In dieser Woche wurde auch an der Chancenverwertung gearbeitet, bei der es bei den Köpenickern seit Monaten hapert.

In die Pflicht genommen werden bei Bjelica aber nicht nur die Angreifer. "Jeder kann uns zum Sieg führen. Wichtig ist, dass man als Mannschaft funktioniert", erklärte Bjelica. "Dann wird schon jemand ein Tor erzielen. Wir üben keinen Druck auf die Stürmer aus."

Vorschau

Becker und Doekhi fallen weiter aus

Angreifer Sheraldo Becker kann wie Verteidiger Danilho Doekhi ohnehin aktuell nicht helfen. Das Duo ist weiter verletzt. Bei Becker besteht die Hoffnung, dass er 2023 noch auflaufen kann. Doekhi soll erst wieder im neuen Jahr zu Mannschaft stoßen.

Am 2. Januar beginnt Union laut Bjelica mit der Vorbereitung. Auf ein Wintertrainingslager in Spanien verzichten die Wuhlheider in dieser Serie, weil bereits am 13. Januar die erste Bundesliga-Aufgabe 2024 beim SC Freiburg ansteht.

Matthias Koch