2. Bundesliga

"Bitter. Ärgerlich. Alles versucht": Fürth geht im Topspiel leer aus

Stach und Itter mit Premieren beim Kleeblatt

"Bitter. Ärgerlich. Alles versucht": Fürth geht im Topspiel leer aus

Erstes Ligaspiel für Fürth: Winter-Neuzugang Luca Itter.

Erstes Ligaspiel für Fürth: Winter-Neuzugang Luca Itter. imago images

"Es war ein absolutes Topspiel: Es ging hin und her und war bestimmt auch von außen gut anzuschauen", sagte Linksverteidiger David Raum nach der 1:2-Niederlage gegen den VfL bei "Sky". "Auch heute hat man Mentalität und Siegeswillen gesehen, es hat leider nicht gereicht", analysierte Trainer Stefan Leitl. "Kompliment an die Jungs, sie haben alles versucht."

Leitl war von seinem Erfolgssystem (4-4-2 mit Raute im Mittelfeld) abgewichen und hatte seiner Mannschaft eine neue 3-4-1-2-Grundordnung verordnet. Darin fand sich erstmals überhaupt auch Luca Itter wieder. Der Winter-Neuzugang vom SC Freiburg kam erstmals in einem Ligaspiel für Fürth zum Einsatz, bekam es immer wieder mit dem pfeilschnellen Gerrit Holtmann als Gegenspieler zu tun und war mit 62 Prozent gewonnener Zweikämpfe mit Abstand der stabilste der drei Innenverteidiger (Mergim Mavraj: 38 Prozent, beim 0:1 zu weit weg; Abdourahmane Barry: 36 Prozent, Foulelfmeter zum 1:2 verursacht).

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten
SpVgg Greuther Fürth

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Leitl
Leitl

Leitl Stefan

Spielersteckbrief L. Itter
L. Itter

Itter Luca

Spielersteckbrief Stach
Stach

Stach Anton

SpVgg Greuther Fürth - Termine
SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
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Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum VfL Bochum
48
2
Holstein Kiel Holstein Kiel
46
3
Hamburger SV Hamburger SV
43

Manko Chancenverwertung: Nur Stach trifft

Spielbericht

Eine weitere Premiere feierte Anton Stach, dem sein erster Profi-Treffer gelang. Der 22-Jährige feuerte nach starkem Solo einen Kracher aus 17 Metern ab, der im Torwarteck einschlug und Gäste-Keeper Manuel Riemann ratlos zurückließ. "Es war natürlich ein sehr schöner Moment. Dass es so klappt, war natürlich sehr gut", sagte Stach, der damit die beste Phase der Spielvereinigung einläutete: Bis zur Halbzeit war das Kleeblatt spielbestimmend und fuhr im Minutentakt schnelle Angriffe über die Flügel, mit vielen Flanken und hochkarätigen Torchancen: Havard Nielsen scheiterte an einer tollen Riemann-Parade (24.). Sturmpartner Branimir Hrgota lenkte eine Raum-Flanke aus sechs Metern über das Tor (39.).

Im zweiten Durchgang tat sich Fürth dann wieder schwerer, zumal Ex-Spieler Robert Zulj per Foulelfmeter auf 2:1 gestellt hatte (61.). Der eigene Aufbau aber wurde durch das Bochumer Pressing empfindlich gestört, zudem fehlte es im letzten Drittel an Präzision in den Zuspielen. So wollte keine Lücke aufgehen. Erst in der Schlussphase starteten die Weiß-Grünen noch mal ein Powerplay. Joker Dickson Abiama aber kam gegen Riemann einen Wimpernschlag zu spät (90.+6).

Raum: "Die Enttäuschung ist groß"

"Wir sind trotz des Rückschlags durch den Elfmeter wieder gut reingekommen, haben probiert, nach vorne zu spielen", blickte Raum zurück. "Schade, dass es nicht gereicht hat, die Punkte in Fürth zu lassen." Kapitän Hrgota pflichtete bei: "Es ist sehr ärgerlich, Kleinigkeiten haben das Spiel heute entschieden. Wenn du hier als Verlierer rausgehst, ist das sehr bitter. Das haben wir schon gemerkt, jeder war sehr sauer in der Kabine. Aber es gibt noch viele Spiele. Wir haben alles in unserer eigenen Hand, was wir danach jetzt machen."

Der Rückstand auf Bochum ist damit auf fünf Punkte angewachsen. Bitter, denn Fürth war dem Zweitliga-Spitzenreiter mit 13:9 Torschüssen, 58 Prozent Ballbesitz und fünf Kilometer mehr Laufleistung (SpVgg: 112,2; VfL: 107,2) mindestens auf Augenhöhe begegnet. "Die Enttäuschung ist jetzt im Moment groß", sagte Raum. "Aber abhaken, ab morgen ist der Fokus dann schon wieder auf dem nächsten Spiel." Das findet aufgrund von coronabedingten Verlegungen erst am 17. März auswärts beim SSV Jahn Regensburg statt. "Wir spielen eine hervorragende Saison und wollen daran anknüpfen", betonte Leitl.

cru

So lange laufen die Verträge der Zweitliga-Trainer