Bundesliga

Werder Bremen: Bittencourt und Pieper oder Stark?

Werder-Coach Werner über seine "Qual der Wahl"

Bittencourt und Pieper oder Stark? Zwei Entscheidungen noch offen

Drängen in die Startelf: Leo Bittencourt, Amos Pieper und Niklas Stark.

Drängen in die Startelf: Leo Bittencourt, Amos Pieper und Niklas Stark.

"Zur Aufstellung sage ich in der Pressekonferenz nichts", erklärte der 34-Jährige am Mittwoch, da müsse man sich schon noch bis zum Freitagabend gedulden, wenn Werder den 9. Bundesligaspieltag bei 1899 Hoffenheim ab 20.30 Uhr (LIVE! bei kicker) eröffnet. Werner ließ jedoch durchblicken, dass die Entscheidungen auf zwei Positionen womöglich auch intern noch gar nicht endgültig gefallen sind.

Auf der Acht im Mittelfeld hatte Leonardo Bittencourt beim jüngsten 5:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach für 13 Minuten sein Comeback nach über einmonatiger Ausfallzeit aufgrund einer Rippenverletzung gegeben, und der 28-Jährige gehört bei Werder eigentlich nicht nur zum Kreis der Führungs- sondern auch Stammspieler - zumindest wenn er fit ist. Diesbezüglich sagte Werner: "Wir werden schauen, wie es bei Leo aussieht. Jede Einheit hilft ihm, körperlich wieder in einem besseren Zustand zu sein."

Schmid überzeugte zuletzt als Bittencourt-Ersatz

Auch der kurze Einsatz gegen Gladbach habe dazu einen Anteil beigetragen, so der Coach: "Wir werden schauen, wie wir uns entscheiden." Als Ersatz für Bittencourt hatte bislang viermal Romano Schmid in der Bremer Startelf gestanden. Nach zunächst durchwachsenen Leistungen überzeugte der Österreicher, der gerade erst sein Debüt für die A-Nationalmannschaft gegeben hat, zuletzt vor allem gegen Gladbach (kicker-Note 1,5), zuvor jedoch auch schon in Leverkusen.

Ein ähnlich enger Konkurrenzkampf herrscht aktuell auch auf der rechten Position in der Dreierkette, wo der bislang gesetzte Amos Pieper aufgrund seiner 5. Gelbe Karte am vergangenen Samstag von Niklas Stark derart geräuschlos vertreten wurde, dass der Werder-Coach bemerkte: "Deshalb ist auch das dann wieder die Qual der Wahl." Beide Spieler hätten, "wenn sie in dieser Saison auf dem Platz gestanden haben, einen guten Job gemacht".

Startelf-Entscheidungen "erst relativ spät"?

Welche Dinge fließen also ein in Werners Wahl für Hoffenheim? Zum einen die bisherigen Spieleindrücke. "Amos hat sehr konstant gespielt, er kennt unsere Abläufe, macht es sehr gut. Bei Niklas muss man genauso sagen: Er hat ein sehr gutes Spiel gegen Gladbach gemacht." Zum anderen die Trainingseindrücke, wo Stark ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ. All das müsse man laut dem Chefcoach "irgendwo werten, einordnen und schauen, was in dem Spiel von Beginn an die bessere Lösung zu sein scheint."

Dadurch, dass am Mittwoch erst die zweite Trainingseinheit in Bremen abgehalten wurde, erscheint die Werder-Startelf jedenfalls noch nicht endgültig fixiert. "Das ist etwas, wo wir uns jetzt Gedanken drüber machen", so Werner: "Es ist in einer kurzen Woche manchmal so, dass man gewisse Entscheidungen erst relativ spät oder nah am Spiel trifft. Wir werden das im Trainerteam noch mal besprechen." Fraglich sind aufgrund muskulärer Probleme indes die Einsätze von Nicolai Rapp und Eren Dinkci.

Tim Lüddecke

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