Nationalelf

"Blödes Backgammon-Spiel": Hofmann und Halstenberg abgereist

Löw hadert mit vielen Ausfällen

Bierhoff: "Ein blödes Backgammon-Spiel"

Marcel Halstenberg (l.) und Jonas Hofmann mussten aus dem DFB-Quartier abreisen.

Marcel Halstenberg (l.) und Jonas Hofmann mussten aus dem DFB-Quartier abreisen. imago images

Das neue Länderspieljahr hat für Joachim Löw zum Teil so begonnen, wie das alte geendet war. "Wir mussten wieder improvisieren", haderte der Bundestrainer vor dem WM-Qualifikationsauftakt gegen Island in Duisburg am RTL-Mikrofon.

Nach Robin Gosens (Adduktorenprobleme) und Niklas Süle (Oberschenkelzerrung) musste Löw Corona-bedingt auch auf Jonas Hofmann und Marcel Halstenberg verzichten, die ihm zufolge "schon eine Rolle bei uns heute gespielt hätten".

Doch Hofmann wurde positiv auf Corona getestet, Halstenberg als Kontaktperson 1 eingestuft - beide mussten abreisen. "Sie haben längere Zeit zusammengesessen", berichtete Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff und bestätigte, dass Halstenberg eine Brettspielrunde mit Hofmann zum Verhängnis wurde: "Das war leider ein blödes Backgammon-Spiel."

Ohne Gosens und Halstenberg beorderte Löw den Dortmunder Emre Can gegen Island auf die Linksverteidigerposition. "Ich hätte mir gewünscht, alle wären an Bord diese Woche", sagte Löw, dessen Plan für diese Tage eigentlich "einspielen, Energie aufbauen, als Team zusammenwachsen" vorsah. Ein vollständiger Kader "wäre eine gute Basis gewesen".

Aber: "Wir brauchen nicht zu lamentieren", betonte Löw. "Wir müssen das Beste daraus machen."

jpe