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Kaum drin, schon wieder raus: Führich mit Schlüsselbeinbruch

Stuttgarts Trainer Matarazzo macht Endo zum neuen Kapitän

Kaum drin, schon wieder raus: Führich mit Schlüsselbeinbruch

Unglücksrabe im Test gegen Bielefeld: Stuttgarts Neuzugang Chris Führich.

Unglücksrabe im Test gegen Bielefeld: Stuttgarts Neuzugang Chris Führich. imago images/Sportfoto Rudel

In der vergangenen Bundesligasaison mussten sich die Schwaben dem Mitaufsteiger gleich zweimal geschlagen geben. Fast genau vor einem Jahr hatten die Stuttgarter den Ligakonkurrenten in Kufstein beim Helden-Cup noch mit 2:0 besiegt. Einen Treffer erzielte damals Nicolas Gonzalez, der mittlerweile zum AC Florenz gewechselt ist. Für ihn wurde Führich geholt, der gegen die Arminen zu seinem zweiten Einsatz im VfB-Trikot kam. Es sollte kein glücklicher werden. Nach einem Schlüsselbeinbruch reist der Neuling heute noch zurück nach Stuttgart, wo er voraussichtlich morgen operiert wird.

Nach dem 30-Minuten-Einsatz im Test am vergangenen Dienstag gegen Wacker Innsbruck durfte der Neuzugang vom SC Paderborn diesmal zur 46. Minute aufs Feld - um sechs Minuten später auf diesem liegen zu bleiben, als er nach einem Check von Jacob Laursen auf die Schulter fiel. Fünf Minuten später war Dienstende und der Neuzugang raus. Für zwei bis drei Monate.

"Ich hatte nicht gedacht, dass es eine so schwere Verletzung sein würde", sagt ein gefrusteter und auch verärgerter Sportdirektor Sven Mislintat. "Das ist schon sehr bitter." Gerade und besonders, weil es "eine völlig unnötige Aktion war", mit der Laursen den Neu-Stuttgarter erst aus dem Weg und damit auch aus der Bahn gecheckt hat.

"Sehen, was am Ende rauskommt"

Der Plan, als vermeintlicher Doppelgänger von Marco Reus beim VfB durchzustarten, wird warten müssen. Mit dem Nationalspieler hat Führich einst bei Borussia Dortmund "zusammen trainiert. Er ist ein Supertyp", meinte der Neuling, der mit Statur und Frisur an den BVB-Nationalspieler erinnert, vor der Partie. "Das habe ich schon oft gehört. Aber ich bin mein eigener Typ", so der Offensivmann, der sich "komplett variabel einsetzbar" sieht.

Ins Rennen beim VfB war der Mittelfeldspieler "ohne Anspruch" gegangen. "Ich will mich einfach entwickeln, alles geben und sehen, was am Ende rauskommt." Da Ende kam schnell und heftig. Einmal mehr wird Führich zum Spätstarter. Wie schon zu Beginn seiner Karriere. "Ich habe den üblichen Weg über die Regionalliga genommen, habe ein paar Järchen gebraucht, um Kraft zu tanken und körperlich zuzulegen." Seine ersten beiden Bundesligaeinsätze hat er schon auf dem Konto. "Aber ich glaube, ich war noch nicht bereit. Ich wurde in Köln ins kalte Wasser geworfen, weil viele verletzt waren. Ich habe noch Zeit gebraucht, um auf das nötige Level zu kommen und den Schritt zu machen."

Den Wataru Endo längst hinter sich hat. Der Defensivmann ist eine feste Größe - und in der folgenden Saison der neue VfB-Kapitän. "Ich wollte einen Kapitän, der alle mitnehmen kann, der die Werte verkörpert, für die wir stehen und vorangeht", erklärt Pellegrino Matarazzo. "Außerdem", so der Cheftrainer weiter, "lässt er anderen Spielern Raum, Verantwortung zu übernehmen."

Tore und Karten

0:1 Massimo (34', Linksschuss, Sosa)

0:2 Massimo (39', Rechtsschuss)

1:2 Krüger (40', Linksschuss, Klos)

2:2 Nilsson (74', Linksschuss)

2:3 Thommy (90' +20)

2:4 Sankoh (90' +15, Rechtsschuss, Klimowicz)

2:5 Sankoh (90' +24, Rechtsschuss)

Arminia Bielefeld
Bielefeld

Ortega Moreno - Ramos , F. Kunze , de Medina - Brunner , Laursen , Okugawa , Prietl , Schöpf - Klos , Krüger

VfB Stuttgart
Stuttgart

Bredlow - Mavropanos , Anton , Kempf - Karazor , Sosa , Massimo , Klement , P. Förster , Didavi - Kalajdzic

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George Moissidis