Bundesliga

Bielefeld: Als Kramer dem Kleeblatt Glück brachte

Lange Fürth-Vergangenheit des Trainers

Bielefeld: Als Kramer dem Kleeblatt Glück brachte

Trifft auf seinen Ex-Klub: Bielefelds Trainer Frank Kramer.

Trifft auf seinen Ex-Klub: Bielefelds Trainer Frank Kramer. imago images/Jan Huebner

Auswärtssiege in der Bundesliga? Können die Fürther in ihrer zugegebenermaßen kurzen Erstliga-Historie bislang noch an einer Hand abzählen. In dieser Spielzeit klappte es noch gar nicht, in neun Anläufen reichte es bei neun Niederlagen noch nicht einmal für ein einziges Pünktchen. Somit stehen auf der Habenseite nur die vier Triumphe zu Buche, die 2012/13 in der bisher ersten kompletten Saison im Oberhaus gelangen. Der letzte datiert vom 4. Mai 2013, als die Franken mit 2:0 beim VfB Stuttgart gewannen.

Auf der Fürther Trainerbank damals: Frank Kramer, der das Amt zwei Monate zuvor übernommen hatte. Der heutige Bielefelder Coach kann auf eine lange Vergangenheit und besondere Beziehung zur Spielvereinigung zurückblicken. Der Ronhof wurde für den gebürtigen Memminger zur zweiten Heimat, Sohn Emil spielt dort noch heute in der C-Jugend.

Aktiv in der Oberliga

Selbst als Spieler in Fürth aktiv war Kramer 78 Mal in der zweiten Mannschaft (2001/02 und von 2003 bis 2005), mit der es in der Oberliga Bayern um Punkte ging. Als Trainer wirkte der spätere Jahrgangsbeste des Fußballlehrer-Lehrgangs 2012/13 zunächst in der Fürther U 19 von 2005 bis 2009, anschließend übernahm er die zweite Mannschaft. Nach seinem zwischenzeitlichen Bundesliga-Debüt als Interimstrainer in Hoffenheim kehrte der heute 49-Jährige schließlich 2013 zu den Wurzeln zurück, trainierte bis 2015 die Fürther Profis. Den Abstieg aus der 1. Liga konnte er 2013 nicht mehr verhindern. Beinahe aber hätte er dem Kleeblatt ein Jahr später noch einmal Glück gebracht. In der Aufstiegsrelegation 2014 jedoch scheiterte er mit seinem Team denkbar knapp nach zwei Unentschieden gegen den damaligen Bundesligisten Hamburger SV.

Kramers heutiger Klub Arminia übrigens stieg exakt in jenem Jahr auf dramatische Weise in der Relegation gegen Drittligist Darmstadt 98 aus der 2. Liga ab. Nun treffen sich Bielefeld und Fürth in der höchsten Klasse wieder - am Sonntagabend, wenn für Kramer die freundschaftliche Verbundenheit zum Gegner für gut 90 Minuten ruhen muss.

Michael Richter

Jüngste BL-Debütanten pro Klub: Bei Bielefeld nichts Neues seit 1971 - Union hinkt hinterher