Bundesliga

Bundesliga, Borussia Mönchengladbach: Jordan Beyer der Mann für rechts?

Gladbachs Talent überzeugt in der Vorbereitung

Beyer der Mann für rechts?

Will seine Chance nutzen: Gladbachs Youngster Jordan Beyer.

Will seine Chance nutzen: Gladbachs Youngster Jordan Beyer. imago

Der souveräne 3:0-Sieg der Borussia beim FC Southampton vor knapp einer Woche war eigentlich nur eine weitere Bestätigung der Eindrücke aus der gesamten Vorbereitung: auf Jordan Beyer kann sich Trainer Dieter Hecking verlassen. Auch auf der Insel überzeugte das Gladbacher Eigengewächs auf der Rechtsverteidigerposition, machte hinten die Seite dicht und ließ bei seinen Offensivvorstößen erkennen, dass auch nach vorne einiges möglich ist. Beyer hat sich positioniert im Konkurrenzkampf - und Hecking das Talent (kein Bundesligaeinsatz) auf der Rechnung, wenn in der kommenden Woche das DFB-Pokalspiel bei BSC Hastedt auf dem Programm steht.

Momentan stellt sich die Konstellation auf der Rechtsverteidigerposition wie folgt dar: der eigentlich gesetzte Neuzugang Michael Lang fällt mit einer Knieverletzung weiter aus. Tony Jantschke sieht Hecking in der kommenden Saison vorwiegend als Innenverteidiger, sodass der Posten rechts in der Viererkette vakant ist. Auch Mandela Egbo aus der U 23 ist eine Alternative, doch nach den Vorbereitungseindrücken wäre es keine Überraschung mehr, wenn sich der Coach zunächst für Beyer entscheiden würde. Denn auch schon im Test gegen den FC Augsburg (2:1) wusste Beyer zu überzeugen und unterstrich, dass er für höhere Aufgaben bereit ist. "Jordan", lobte Hecking damals, "hat mir sehr gut gefallen. Er macht momentan vieles richtig."

Spielersteckbrief Beyer
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Beyer Louis Jordan

Trainersteckbrief Hecking
Hecking

Hecking Dieter

"Das könnte jetzt meine Chance sein"

Beyer selbst ist sich der Tatsache bewusst, dass ihm Langs Verletzung die Tür zur Startformation geöffnet haben könnte. "Man gönnt es keinem, aber man sieht ja, dass eine Lücke auf der Rechtsverteidigerposition entstanden ist. Und man hat natürlich im Hinterkopf: das könnte jetzt meine Chance sein", so Beyer im klubeigenen "Fohlen-TV". Für ihn gelte es, "sich im Training anzubieten und dem Trainer zu zeigen, dass man eine wirkliche Alternative ist."

Zwei Testspiele warten am Wochenende noch auf die Borussen, am Samstag gegen Espanyol Barcelona und am Sonntag gegen Wegberg-Beeck. Die Begegnungen dürften klare Signale beinhalten, wem Hecking die Lang-Vertretung anvertraut.

Jan Lustig