Bundesliga

Bester Dritter: VfB toppt sogar die letzte Meistersaison

Zahlen und Fakten zum Stuttgarter Höhenflug

Bester Dritter: VfB toppt sogar die letzte Meistersaison

Schwäbische Freudentänze: Mit einem 3:2 in Wolfsburg erhöhte der VfB Stuttgart am Samstag sein Punktekonto auf 50.

Schwäbische Freudentänze: Mit einem 3:2 in Wolfsburg erhöhte der VfB Stuttgart am Samstag sein Punktekonto auf 50. IMAGO/Jan Huebner

"Nicht schlau" nannte es Deniz Undav bereits am vorletzten Wochenende, das Ziel Europapokal beim VfB Stuttgart länger zu verschweigen. Und in der Tat wäre dies bei einem Blick auf Tabelle und Daten geradezu absurd.

Der Fast-Absteiger der vergangenen Saison hat bei noch 30 zu vergebenen Punkten bereits 17 Zähler Vorsprung auf den siebten Platz, und sogar die Champions League ist bei einem Sieben-Punkte-Polster inzwischen ein realistisches Ziel, von dem im vergangenen Sommer niemand auch nur zu träumen gewagt hatte.

Mit 50 Punkten nach 24 Spieltagen spielt der VfB die beste Saison seiner langen Bundesliga-Geschichte. Dass mit Bayer 04 Leverkusen (64 Punkten) und dem FC Bayern (54) trotzdem zwei Mannschaften vor Sebastian Hoeneß' Elf stehen, ist auch ein wenig Pech. Tatsächlich ist der VfB nach Siegen (16) zu diesem Saison-Zeitpunkt der beste Dritte der Bundesliga-Geschichte.

Die 50 Punkte wurden seit Einführung der Drei-Punkte-Wertung nie getoppt, nur einmal erreicht: 2005/06 vom Hamburger SV, der damals am finalen Spieltag noch von Werder Bremen vom zweiten Platz verdrängt wurde und dadurch das direkte Champions-League-Ticket verpasste.

Bislang wurden alle mit 50 Punkten nach 24 Spieltagen mindestens Vierter

Der HSV ist damit neben Leverkusen (2009/10, 4. Platz) in den 29 Saisons seit der Drei-Punkte-Wertung einer von nur zwei Klubs mit mindestens 50 Punkten nach 24 Spieltagen, die nicht Meister oder Vizemeister wurden. Bedeutet also: Unter die ersten vier kamen am Ende alle.

Siebenmal hätten 50 Zähler nach 24 Spieltagen auch schon zu diesem Zeitpunkt zur Tabellenführung gereicht - darunter auch die Stuttgarter Meistersaison 2006/07. Damals war Schalke mit 49 Zählern Erster, der VfB unter Armin Veh mit 45 Dritter.

Was den Stuttgartern im Kampf um die erste Champions-League-Teilnahme seit 2009/10 zusätzlich entgegenkommt: Während etwa Leverkusen 2010 als Vierter noch in die Europa League musste, könnte den Schwaben in diesem Jahr je nach Abschneiden der verbliebenen deutschen Europapokal-Teilnehmer sogar der fünfte Platz genügen - die große Champions-League-Reform macht es möglich.

jpe, usc

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