Bundesliga

Bernats souveräne Reaktion nach Hoeneß-Kritik

Spanier zeigt sich gelassen

Bernats souveräne Reaktion nach Hoeneß-Kritik

Wird in Paris offenbar mehr geschätzt als in München: Juan Bernat.

Wird in Paris offenbar mehr geschätzt als in München: Juan Bernat. imago

Während die Bayern für sich und ihre Spieler von den Medien mehr Respekt einforderten , geht Hoeneß weiterhin wenig respektvoll mit einigen Spielern um. Schon in der Vergangenheit zeigte sich der Präsident kaum zimperlich und hatte öfter überzogen, ob gegen Mesut Özil ("hat seit Jahren einen Dreck gespielt") oder den Leverkusener Profi Karim Bellarabi, dessen Foul am Münchner Abwehrspieler Rafinha er "geisteskrank" genannt hatte.

Diesmal knöpfte er sich Bernat vor. Hoeneß ließ kein gutes Haar an dem Spanier, der immerhin 76 Ligaspiele für die Bayern absolvierte. "Als wir in Sevilla gespielt haben, war Juan Bernat fast alleine dafür verantwortlich, dass wir aus der Champions Leauge beinahe ausgeschieden sind. Da wurde entschieden, dass er verkauft wird", schimpfte Hoeneß über dessen Leistung im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League im vergangenen April. Bernat, mittlerweile für Paris St. Germain tätig, habe damals "einen Scheißdreck" gespielt.

Bernat nahm die harsche Kritik souverän zur Kenntnis. "Ja, ich habe davon gehört, aber ich habe darüber nichts zu sagen. Mir wurde schon als Kind beigebracht, dankbar zu sein", sagte der 25 Jahre alte Außenverteidiger nach dem 5:0-Erfolg am Samstag gegen Amiens. "Ich werde den Bayern und den Fans immer dankbar sein für die vier Jahre, die ich dort verbringen durfte." Er habe noch viele Freunde dort, erst am Samstag habe er mit einem telefoniert, mit dem er eine besonders gute Beziehung habe. Bernat: "Ich wünsche den Bayern alles Gute, viel Glück. Ich habe sehr gute Erinnerungen an meine Zeit dort."

Spielerberater Jose Tarraga wurde da schon deutlicher und unterstrich, dass man den Menschen hinter dem Fußballer nicht vergessen sollte: "Ich denke, dass wir alle - aber vor allem der Präsident Hoeneß - darauf achten müssen, dass wir, wenn wir über Fußballer sprechen, dies mit Respekt tun. Ich denke, das ist das mindeste, was man verlangen kann."

Lesen Sie hier einen Kommentar zur denkwürdigen Pressekonferenz: Souverän geht anders

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