Nordost

Berliner AK dominiert das Spitzenspiel

Regionalliga Nordost - 7. Spieltag

Berliner AK dominiert das Spitzenspiel - Meuselwitz überholt Luckenwalde im Keller

Der Startschuss: Keanu Schneider staubt in der 11. Minute zum 1:0 für den Berliner AK ab. 

Der Startschuss: Keanu Schneider staubt in der 11. Minute zum 1:0 für den Berliner AK ab.  IMAGO/Matthias Koch

Am Sonntag beschloß das Top-Duell diesen 7. Spieltag: Tabellenführer Berliner AK 07 empfing die drittplatzierte VSG Altglienicke und legte gut los. In der 11. Minute hielt VSG-Torwart Bätge noch einen Schuss von Richter, den Abpraller verwertete Schneider. Und nur sieben Minuten später markierte Sussek das 2:0. Es hätte sogar noch besser laufen können für den BAK, aber nach rund 40 Minuten prallte ein Schuss von Sussek an den Pfosten. Bei einer Torannäherung der Gäste war Heimkeeper Zwick zur Stelle. Die Nullsiebener hatten alles im Griff und schraubten in der 67. Minute durch Richter den Deckel drauf. Rogero hätte kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde fast noch Treffer Nummer vier nachgelegt, doch sein Abschluss ging knapp vorbei. Besser machte es Gjasula, der in der 83. Minute den 4:0-Endstand erzielte, der dem BAK einen Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze verschafft.

Dazu fand am Sonntag das Kellerduell zwischen dem ZFC Meuselwitz und dem FSV Luckenwalde statt. Die Gäste fanden mit mehr Wucht in die Partie, Meuselwitzs Torwart Plath brauchte sein ganzes Können. Den heimischen Angriffsversuchen fehlte in dieser Phase die notwendige Genauigkeit. Luckenwalde belohnte sich für sein Übergewicht im ersten Durchgang mit dem 1:0 kurz vor der Pause. Eine Rankic-Flanke köpfte Vierling viel zu ungestört ein (45.). Nach Wiederanpfiff meldete sich Meuselwitz zurück. Erst mit Torannäherungen, in der 57. Minute dann mit dem Ausgleichstreffer. Plath fing eine Flanke ab, schlug den Ball weit nach vorne in den Lauf von Trübenbach, der vollstreckte. Die Dinge entwickelten sich mehr und mehr im Sinne der Meuselwitzer: Erst schoss Fischer den Ball ins lange Eck - das Spiel war in der 76. Minute somit gedreht - und kurz darauf sah FSV-Akteur Plumpe nach einem Foul Gelb-Rot (78.). Ebenfalls mit der Ampelkarte ging in der 85. Minute Francisco vom Feld, Trübenbach stellte in doppelter Überzahl per Abstauber noch auf 3:1 (86.). Damit springt Meuselwitz in der Tabelle über Luckenwalde, wenngleich sich beide Teams unter dem Strich befinden.

Souveräne Greifswalder

Drei Partien wurden am Samstag ausgetragen: Schlusslicht Tennis Borussia Berlin empfing den Greifswalder FC . Das Ziel für die Hauptstädter schien klar: Endlich den ersten Sieg einfahren. Doch nach gut einer Viertelstunde erhielt dieser Plan einen herben Dämpfer: Torwart Albers sah nach einer Notbremse Rot. Die Überzahl nutzte Greifswald in der 27. Minute aus, einen Pass von Kocer drückte Kargbo über die Linie. Auch wenn die Berliner gelegentlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten, das dominante Team war trotzdem der GFC. Ehe es kurz vor Schluss womöglich brenzlig hätte werden können, erhöhte Benyamina nach Vorlage von Kargbo in der 77. Minute auf 2:0. Mit einem Flachschuss stellte Weilandt auf 3:0 (82.), der Endstand. Die Veilchen stehen damit weiterhin mit einem Pünktchen da, Greifswald baut immer mehr Polster zu den Abstiegsplätzen auf.

Für den SV Babelsberg 03 versprach derweil das Duell mit dem SV Lichtenberg 47 zur Pflichtaufgabe zu werden. Doch es kam anders: Nach einem gekonnten Spielzug schoss Gakpeto in der 7. Minute die Gäste in Führung. Schon in der 14. Minute verwertete Sietan eine Freistoßflanke zum prompten Ausgleich. Die Filmstädter drehten in der 30. Minute die Partie, Cakmak traf. Die Moral des Kellerkindes aus Lichtenberg war damit keineswegs gebrochen, mit einem Distanzschuss brachte Kaus seine Farben auf zahlenmäßige Augenhöhe (56.). Der SVB drückte danach auf die erneute Führung, doch weder Cakmaks tückischer Freistoß auf die Torwartecke noch Nattermanns gefährlicher Flachschuss fanden ihren Weg ins Tor. Somit hat Babelsberg die Tabellenführung liegenlassen.

Zum Mittelfeldduell empfing der Chemnitzer FC die BSG Chemie Leipzig. Die 3364 Zuschauer bekamen eine Anfangsphase mit vielen Offensivaktionen serviert. Momente vorher erst eingewechselt, köpfte Pagliuca in der 20. Minute aus kurzer Distanz knapp am Chemie-Kasten vorbei. Und auch Leipzig tauchte immer wieder gefährlich vor des Gegners Tor auf. Mit Beginn der zweiten Hälfte wirkte der CFC auf einmal kraft- und inspirationslos. Bis auf eine Schusschance von Kiricek in der 70. Minute fand Chemnitz so gut wie nicht mehr statt. Hinten war Schlussmann Jakubov in der 79. Minute nicht auf der Hut, der eine Freistoßhereingabe von Mast ins lange Eck fliegen ließ. Diese Szene war im Endeffekt ausschlaggebend für den Leipziger Auswärtsdreier, während Chemnitz das dritte Ligaspiel in Folge verlor.

Unschöne Szenen in Jena

Bereits am Mittwoch wurde der Spieltag mit der Partie FC Carl Zeiss Jena gegen FC Energie Cottbus mit einem 1:1 eröffnet - und dabei von unschönen Szenen begleitet.

Am Freitag nun sollte es in drei Partien wieder nur mehr ums Sportliche gehen. Im Fokus dabei: Das Verfolgerduell zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt. Beide Mannschaften starteten engagiert. Die Gastgeber hatten zunächst mehr Spielanteile, gefährliche Abschlüsse gab es aber keine. Mit der Zeit gestaltete Erfurt, das bis dahin defensiv sicher stand, das Spiel ausgeglichener. Aber auch die Thüringer brachten sich nicht entscheidend in Stellung, weshalb es torlos in die Kabinen ging. Nach der Pause hinterließ Erfurt zunächst den gefährlicheren Eindruck, wobei auch die Gastgeber zu ihren Möglichkeiten kamen. Am Ende war der Lok-Sieg in seiner Entstehung etwas glücklich. Rangelov fälschte einen Schuss von Ziane mit dem Schlusspfiff unhaltbar für Flückiger ins Erfurter Tor ab.

Mit dem FC Viktoria 1889 Berlin und dem BFC Dynamo standen sich Tabellennachbarn - allerdings in den unteren Gefilden des Rankings - gegenüber. Die Gäste, die vor der Partie bereits 475 Minuten auf ein eigenes Tor warteten, hatten die besseren Chancen. Pollasch und Beck trafen allerdings nur Aluminium. Ansonsten war das Kellerduell wahrlich kein Augenschmaus. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, Fehlpässe prägten auf beiden Seiten das Spiel. In der 55. Minute war der Torfluch des BFC Dynamo dann aber nach 530 Minuten doch gebrochen - Brandt traf, die Freude beim Meister war riesig. Über drei Punkte durften die Gäste jedoch nicht jubeln . In der Nachspielzeit warf Viktoria alles nach vorne, der BFC Dynamo schaffte es nicht, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu befördern und Baca nutzte die Situation zum Ausgleich. Ein Remis, das in der aktuellen Lage für beide Mannschaften zu wenig ist.

Düster sieht es auch weiter in Halberstadt aus. Die Germanen bleiben auch nach dem Gastspiel bei Hertha BSC II sieglos. Die Hausherren sorgten bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Scherhart stellte schon früh die Weichen nach einem Aksakal-Steckpass. Kurz vor der Pause köpfte Abdullatif zum verdienten 2:0 ein. In Hälfte zwei sah Torschütze Abdullatif die Ampelkarte (63.), aber auch in Überzahl gelang es Halberstadt nicht, ernsthaft am Berliner Sieg zu rütteln. Die trafen in der Nachspielzeit sogar noch ein drittes Mal durch Ullrichs Gewaltschuss in den Knick.

jam/dw/stw

Die Trainer in der Regionalliga Nordost