EM

Gladbachs Benes: "Warum sollten wir das nicht wiederholen können?"

Erst eine gute EM, dann bei Gladbach durchstarten

Benes: "Warum sollten wir das nicht wiederholen können?"

Gegen Österreich eingewechselt: Laszlo Benes, hier gegen Florian Grillitsch.

Gegen Österreich eingewechselt: Laszlo Benes, hier gegen Florian Grillitsch. Getty Images

Richtig ernst wird es für die Slowakei am Montag, wenn die Mannschaft in St. Petersburg auf Polen trifft. Es ist die erste Etappe auf dem Weg zum großen Ziel, das für Laszlo Benes K.o.-Runde heißt.

"Für unser Land ist es bereits ein Erfolg, dass wir uns für die EM qualifiziert haben. Das schaffen wir schließlich nicht jedes Mal. Trotzdem möchten wir noch mehr erreichen. Unsere Gruppe ist sehr stark besetzt, dennoch haben wir die Möglichkeit, die Vorrunde zu überstehen und weiterzukommen. Das Erreichen der K.o.-Runde ist unser Ziel", erklärt Benes in einem Interview auf der Homepage der Borussia.

Neben Polen warten auf die Slowaken in der Gruppe E noch Spanien und Schweden. Ordentliche Kaliber auf dem Weg ins Achtelfinale. "Spanien ist in der Gruppe der klare Favorit. Auch Polen und Schweden sind sehr gute Mannschaften", sagt Benes, "aber in so einem Turnier kann alles passieren. 2016 sind wir auch ins Achtelfinale gekommen, warum sollten wir das nicht wiederholen können?"

Benes darf sich Chancen auf Einsatzzeit ausrechnen

Für den Linksfuß ist die Europameisterschaft das größte Turnier, an dem er bisher teilnahm. Zwar war er schon einmal bei einer U-21-EM dabei, "aber mit dem A-Team ist es noch mal eine Nummer größer", erklärt Benes. Und der Mittelfeldspieler macht sich auch Hoffnung auf Einsätze. "Damit würde ein großer Traum für mich in Erfüllung gehen", so Benes. "Wer bei der EM im Kader steht, hat auch Chancen zu spielen." Zuletzt gegen Bulgarien durfte er 90 Minuten ran und erzielte beim 1:1 sogar ein Tor. Gegen die Österreicher wurde er beim 0:0 in der Schlussphase eingewechselt.

Die Ausleihe zum FC Augsburg hat Benes sicherlich die Tür zur EM-Teilnahme geöffnet. In Gladbach unter Marco Rose ging es für ihn persönlich überhaupt nicht vorwärts in der abgelaufenen Saison, also entschied er sich für eine Luftveränderung und wechselte im Winter zum FC Augsburg. Benes blickt auf eine "sehr positive Zeit" beim FCA zurück, wie er sagt. "Ich habe zwölf Bundesligaspiele absolviert, davon die meisten von Beginn an, das war im Hinblick auf die Europameisterschaft sehr wichtig für mich. Ich wollte unbedingt bei der EM dabei sein", so Benes.

Beim FCA weiter auf dem Schirm - doch in Gladbach winkt eine neue Chance

Bei den Augsburgern befindet sich der Mittelfeldmann weiterhin auf dem Radar (der kicker berichtete). Allerdings betonte Sportdirektor Max Eberl zuletzt einige Male, dass Benes definitiv in den Borussia-Park zurückkommt. Der Trainerwechsel von Rose zu Adi Hütter bedeutet eine neue Chance für Benes (Vertrag bis 2024) - und was er drauf hat, zeigte der Slowake vor allem in der Hinrunde der Saison 2019/20, als er eine der prägenden Figuren des Borussen-Spiels war und maßgeblichen Anteil am Höhenflug der Fohlenelf hatte. Die Konkurrenz auf den Mittelfeldpositionen bleibt auch in der nächsten Saison groß. Doch bei der Borussia setzen sie darauf, dass Benes nach der Rückkehr wieder durchstartet. Vielleicht auch mit zusätzlichem Rückenwind durch eine erfolgreiche EM.

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Jan Lustig

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